Nach den neuesten Daten des Staatlichen Statistikamtes wird das Jahr 2025 als historischer Präzedenzfall in der kroatischen Olivenölproduktion in Erinnerung bleiben, die Importe von Olivenöl haben erstmals die heimische Produktion übertroffen. Die heimische Produktion verzeichnet einen Rückgang von fast 30 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, während die Importe gleichzeitig erheblich gestiegen sind.
Produktionsrückgang von 63 auf 46 Tausend Hektoliter
Die statistischen Indikatoren sind eindeutig: Im Jahr 2024 produzierten kroatische Erzeuger 63 Tausend Hektoliter Olivenöl, während diese Zahl im Jahr 2025 auf nur noch 46 Tausend Hektoliter fiel, was einem Rückgang von 25 Prozent entspricht. Gleichzeitig stiegen die Importe von etwa 37 Tausend Hektolitern im Jahr 2024 auf fast 60 Tausend Hektoliter im Jahr 2025.
Damit übertrafen die Importe erstmals die heimische Produktion um sogar 31 Prozent, was in der Geschichte der kroatischen Olivenölproduktion beispiellos ist.
Dürre und hohe Temperaturen als Hauptursachen
Die Olivenbauern kämpfen mit zahlreichen Herausforderungen, wobei der größte der Wassermangel ist. Es hat fast zwei Monate lang nicht geregnet, und die Temperaturen überschritten regelmäßig 35 Grad Celsius. Die Folgen sind sichtbar, weniger Öl und schwächer entwickelte Früchte.
Angesichts des heißen und trockenen Sommers muss die Ernte früher als üblich beginnen, doch niemand möchte vor dem offiziellen Erntebeginn über die endgültigen Ölmengen spekulieren.
Ministerium: Lage nicht alarmierend, aber Zusammenschluss notwendig
Während die Olivenbauern ihre Plantagen mit Sorge begutachten, betont das Landwirtschaftsministerium, dass die Lage nicht besorgniserregend sei, sondern eine Folge des Klimawandels und unzureichender Anwendung agrotechnischer Maßnahmen.
"Die Olivenölproduzenten sollten sich definitiv zusammenschließen, um eine stärkere Position auf dem Markt zu haben, um alle Betriebsmittel einfacher und günstiger beschaffen zu können und um durch Fachberatung gemeinsam mehr und qualitativ hochwertiger zu produzieren", sagte Tugomir Majdak, Staatssekretär im Ministerium für Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Fischerei, gegenüber RTL Danas.
Auch die Bürger können ihren Beitrag leisten, indem sie den Olivenölkonsum erhöhen, der laut Eurostat unter dem europäischen Durchschnitt liegt.