Stjepko Rošin gewinnt Red Dot Design Award für sein Logo
Die internationale Jury würdigte das von der frühmittelalterlichen Schrift Beneventana inspirierte visuelle Erscheinungsbild als Beispiel höchster Kreativität und Umsetzung.
Die internationale Jury würdigte das von der frühmittelalterlichen Schrift Beneventana inspirierte visuelle Erscheinungsbild als Beispiel höchster Kreativität und Umsetzung.
Das Logo der Ausstellung "Inseln und Heilige", die 2025 im Archäologischen Museum in Split präsentiert wurde, hat den renommierten internationalen Red Dot Design Award gewonnen. Die Nachricht wurde am Samstag, dem 1. August 2026, vom Archäologischen Museum in Split bekannt gegeben und von HRT Magazin und Večernji list übernommen.
Der Autor des preisgekrönten visuellen Erscheinungsbildes ist der kroatische Designer Stjepko Rošin. Seine Lösung wurde von der internationalen Fachjury als Beispiel außergewöhnlicher Designqualität, Kreativität und herausragender Umsetzung bewertet, womit kroatisches Design eine bedeutende internationale Anerkennung erhielt.
Ausgangspunkt für das Logo war das kulturelle Erbe des frühen Mittelalters, genauer gesagt die Beneventana, eine kalligrafische Schrift, die sich seit dem 8. Jahrhundert in Süditalien entwickelte. An der Ostküste der Adria behielt diese Schrift ihre längste Kontinuität außerhalb der Apenninenhalbinsel.
In einer Zeit von Analphabetismus und Konflikten waren die benediktinischen Klöster auf den Inseln im offenen Meer die wichtigsten Stützpunkte für Schriftlichkeit, Wissen und kulturellen Austausch. Das grafische Logo zeigt durch die Interpretation charakteristischer Formen und Ligaturen der Beneventana ein einsames Inselkloster mit seiner Spiegelung im Meer. Das visuelle Erscheinungsbild wurde in insgesamt zwölf Logovarianten entwickelt.
Die Ausstellung "Inseln und Heilige" präsentierte der Öffentlichkeit die Ergebnisse des internationalen Forschungsprojekts Monacorale, das sich der Erforschung des frühmittelalterlichen monastischen Erbes der adriatischen Inseln widmet. Sie entstand in Zusammenarbeit mehrerer renommierter Institutionen.
An dem Projekt waren neben dem Archäologischen Museum in Split auch das Museum für kroatische archäologische Denkmäler in Split, die französische Nationale Forschungsagentur (ANR), das Nationale Zentrum für wissenschaftliche Forschung (CNRS), die Französische Schule in Rom sowie mehrere französische Forschungseinheiten beteiligt.