Tonći Prodan, Sicherheitsexperte, äußerte sich gegenüber Dnevnik Nove TV zur Festnahme von Volodymyr Z., einem ukrainischen Staatsbürger, der beschuldigt wird, an der Sabotage der Pipelines Nord Stream 1 und Nord Stream 2 beteiligt gewesen zu sein. Mit ihm sprach der Reporter Ivan Krznarić.
Prodan zeigte sich überrascht über die Umstände, unter denen der Verdächtige nach Kroatien kam. "Es hat mich überrascht. Wenn die Person mit ihren eigenen Dokumenten kam und dachte, sie könnte in einem EU-Mitgliedstaat wie Kroatien irgendwie geschützt sein, dann ist das leichtsinnig. Oder die Person kam mit gefälschten Dokumenten nach Kroatien, aber dann gibt es bestimmte forensische Daten, wie Daktyloskopie oder andere biometrische Daten, anhand derer die Person identifiziert wird", sagte Prodan.
Forensik und Geheimdienstgemeinschaft entscheidend
Laut Prodan spielten gerade die Forensik und die Sicherheits- und Geheimdienstgemeinschaft eine entscheidende Rolle bei der Sammlung von Beweisen für die Sabotage von Nord Stream. Wichtige Spuren wurden an mehreren Orten gefunden.
"Erstens, Sprengstoffspuren; es handelt sich tatsächlich um militärischen Sprengstoff, dessen Spuren sowohl im Segelboot als auch am Meeresboden, wo die Explosion stattfand, gefunden wurden. Das ist spezifischer militärischer Sprengstoff mit Spuren bestimmter Mischungen, Oktogen, Hexogen und so weiter, die für diesen Sprengstoff charakteristisch sind; das hat die Forensik festgestellt", erklärte Prodan.
Der Sicherheitsexperte betonte, dass gerade diese forensischen Beweise, einschließlich der Analyse des spezifischen militärischen Sprengstoffs, die Identifizierung und Verbindung des Verdächtigen mit dem Vorfall an den Pipelines ermöglichten.