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Geheimes Treffen in Wien: Ehemalige Beamte sondieren Bedingungen für Frieden

An dem Treffen nahmen ehemalige Sicherheitsberater und Diplomaten aus mehreren Ländern teil, doch die Regierungen distanzieren sich, und die Identität des russischen Vertreters bleibt unbekannt.

Foto: Telegram
Kurz gesagt
  • Ehemalige Beamte aus Großbritannien, Frankreich, Deutschland und Russland trafen sich im Juli 2026 in Wien, um Bedingungen für Friedensverhandlungen über die Ukraine zu sondieren.
  • Teilnehmer waren Tim Barrow, Markus Ederer, Pierre Vimont und ein ungenannter ehemaliger Kreml-Beamter.
  • Die Regierungen Großbritanniens, Frankreichs und Deutschlands distanzierten sich von diesen informellen Gesprächen.
  • Der aserbaidschanische Präsident bestätigte ein damit verbundenes Treffen in Baku zwischen ehemaligen deutschen und russischen Beamten.

Ehemalige hochrangige Beamte aus dem Vereinigten Königreich, Frankreich, Deutschland und ein ungenannter ehemaliger Kreml-Beamter trafen sich letzten Monat in Wien. Ziel ihres informellen Treffens war es, potenzielle Bedingungen für die Aufnahme von Friedensverhandlungen zwischen Moskau und Kiew zu sondieren, wie Bloomberg aus eingeweihten Kreisen erfuhr. Unter den Teilnehmern waren der ehemalige nationale Sicherheitsberater des Vereinigten Königreichs, Tim Barrow, der ehemalige Staatssekretär des deutschen Außenministeriums, Markus Ederer, und der französische Diplomat Pierre Vimont.

Organisiert wurde das Treffen vom in der Schweiz ansässigen Centre for Humanitarian Dialogue, einer Organisation, die häufig bei der Lösung komplexer internationaler Konflikte vermittelt. Solche informellen diplomatischen Bemühungen sind, obwohl private Initiativen, nicht ungewöhnlich und dienen oft dem Austausch von Ideen, die in künftigen offiziellen Verhandlungen genutzt werden könnten. Die Identität des russischen Vertreters wollten die Quellen jedoch nicht preisgeben.

Regierungen distanzieren sich

Obwohl ehemalige Beamte an dem Treffen teilnahmen, haben sich die Regierungen des Vereinigten Königreichs, Frankreichs und Deutschlands offiziell von diesen Gesprächen distanziert. Damit machten sie deutlich, dass informelle Kontakte nicht ihren offiziellen Segen haben, was bei solchen Initiativen außerhalb formeller diplomatischer Kanäle üblich ist.

Bestätigung aus Baku

Interessanterweise bestätigte der aserbaidschanische Präsident separat ein damit verbundenes Treffen zwischen ehemaligen deutschen und russischen Beamten, das ebenfalls im Juli, jedoch in Baku, stattfand. Diese Bestätigung deutet darauf hin, dass parallel mehrere Kommunikationskanäle zwischen Europa und Russland liefen, mit dem Ziel, potenzielle Wege zur Deeskalation des Konflikts in der Ukraine zu finden.

Häufige Fragen
Wer nahm an dem Treffen in Wien teil? +
An dem Treffen nahmen der ehemalige nationale Sicherheitsberater des Vereinigten Königreichs, Tim Barrow, der ehemalige Staatssekretär des deutschen Außenministeriums, Markus Ederer, der französische Diplomat Pierre Vimont sowie ein ungenannter ehemaliger Kreml-Beamter teil.
Haben die Regierungen diese Gespräche unterstützt? +
Nein. Die Regierungen des Vereinigten Königreichs, Frankreichs und Deutschlands distanzierten sich offiziell von dem Treffen und betonten, dass es sich nicht um eine offizielle Initiative handelt.
Was ist das Centre for Humanitarian Dialogue? +
Es ist eine Organisation mit Sitz in der Schweiz, die sich mit der Vermittlung in komplexen internationalen Konflikten befasst und häufig informelle diplomatische Kontakte organisiert.
Gab es weitere ähnliche Treffen? +
Ja, der aserbaidschanische Präsident bestätigte, dass im Juli in Baku ein damit verbundenes Treffen zwischen ehemaligen deutschen und russischen Beamten stattfand.

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