Trump lässt Tür für Iran offen: "Vielleicht irgendwann"
Der US-Präsident behauptet, die USA hätten die volle Kontrolle über die Straße von Hormus, nennt aber keinen konkreten Termin für die Fortsetzung der Gespräche mit Teheran.
Der US-Präsident behauptet, die USA hätten die volle Kontrolle über die Straße von Hormus, nennt aber keinen konkreten Termin für die Fortsetzung der Gespräche mit Teheran.
Der US-Präsident Donald Trump erklärte am Mittwoch, die Vereinigten Staaten hätten die "volle Kontrolle" über die Straße von Hormus, die wichtigste Seestraße für den weltweiten Ölhandel, und ließ die Möglichkeit weiterer Gespräche mit dem Iran offen, jedoch ohne konkreten Zeitrahmen.
Auf die Frage von Journalisten nach einer möglichen Wiederaufnahme der Gespräche mit Teheran antwortete Trump kurz: "Vielleicht irgendwann". Die aktuelle Lage bezeichnete er als "sehr gut", wie N1 Serbien und Kurir.rs berichten.
Trump wiederholte, dass der Iran keine Atomwaffen besitzen dürfe, mit der Begründung, dass er sie sonst einsetzen könnte. Er betonte, dass Teheran vollständig auf sein Atomwaffenarsenal verzichten müsste.
Gleichzeitig merkte er an, dass die US-Streitkräfte gelegentlich Probleme mit dem Abschuss von Drohnen durch den Iran in der Straße von Hormus hätten.
Die Gespräche zwischen Washington und Teheran zur Beendigung der Feindseligkeiten wurden abgebrochen, nachdem im Juni 2026 eine Absichtserklärung gescheitert war. Beide Seiten werfen sich gegenseitig vor, ihre Verpflichtungen nicht eingehalten und die Konflikte wieder aufgenommen zu haben.
Seitdem haben diplomatische Bemühungen weder zu einer Einigung über die Wiedereröffnung der Straße von Hormus noch zur Wiederaufnahme der Gespräche über ein umfassenderes Abkommen geführt.
Zusätzlich sagte Trump, die USA könnten neue Sanktionen gegen den Iran verhängen und die Straße von Hormus werde durch den Bau von Ölpipelines an Bedeutung verlieren. Auf der anderen Seite erklärte der iranische Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf, der Iran müsse immer auf einen Konflikt vorbereitet sein, da sonst jeder Kontakt oder Dialog mit den USA fruchtlos sein werde. Der Generalstabschef der iranischen Streitkräfte, Ali Abdollahi, sagte, Teheran beobachte aufmerksam die Stationierung von US-Streitkräften in den Golfstaaten und werde jede Unterstützung für die US-Armee als Aggression gegen den Iran betrachten. Der Gouverneur der iranischen Zentralbank, Abdolnaser Hemmati, erklärte, der Iran habe derzeit den Ölexport auf ausländische Märkte fast vollständig eingestellt.