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Trump verlässt Treffen, während der Senat Sanktionen verabschiedet

Der US-Senat hat mit 86 zu 11 Stimmen ein neues Sanktionsgesetz verabschiedet, das Zölle von 500 Prozent auf russische Importe vorsieht und den Energiesektor beider Länder ins Visier nimmt.

Foto: Telegram
Kurz gesagt
  • Der US-Senat hat mit 86 zu 11 Stimmen ein Gesetz über neue Sanktionen gegen Russland und den Iran verabschiedet.
  • Das Gesetz sieht Zölle von 500 Prozent auf russische Importe und Sanktionen gegen den Energie- und Bankensektor vor.
  • Präsident Trump verließ am selben Tag ein Treffen im State Department mit der Aussage, dass er "einen Krieg führen müsse".
  • Die endgültige Verabschiedung wird im September erwartet, und der Präsident hat die Befugnis, die strengsten Maßnahmen auszusetzen.

Während am Freitag, dem 8. August 2026, ein Treffen im State Department stattfand, wurde US-Präsident Donald Trump gebeten, es früher zu verlassen. Laut Informationen von Military Summary erklärte er dabei, dass er "einen Krieg führen müsse". Am selben Tag verabschiedete der US-Senat ein umfassendes Sanktionspaket gegen Russland und den Iran, das in der Öffentlichkeit bereits als "Höllensanktionen" bezeichnet wird.

Das Gesetz, das im Senat mit 86 zu 11 Stimmen verabschiedet wurde, ist die letzte Initiative des verstorbenen republikanischen Senators Lindsay Graham. Das Dokument geht nun an das Repräsentantenhaus und anschließend zur Unterzeichnung an Präsident Trump, dessen Weißes Haus den Bedingungen bereits im Juli 2026 grundsätzlich zugestimmt hat.

Was bringen die neuen Sanktionen?

Das Maßnahmenpaket zielt darauf ab, die Einnahmen aus russischen Exporten zu ersticken und den Zugang zu Militärtechnologien zu beschränken. Laut Rybar, einem russischen Insider-Telegram-Kanal, umfasst das Gesetz mehrere Schlüsselbestimmungen. Vorgesehen sind obligatorische Visum- und Sperrmaßnahmen gegen den russischen Präsidenten Wladimir Putin, russische Militärbeamte und Personen, die mit dem Verteidigungssektor verbunden sind.

Das Gesetz führt eine obligatorische Erhöhung der Zölle auf alle Importe aus Russland auf bis zu 500 Prozent ihres Wertes ein. Zudem werden Zölle von 100 Prozent auf die größten Importländer von russischem Öl und Gas eingeführt, wenn diese nach Inkrafttreten des Gesetzes weiterhin kaufen. Ausgenommen sind Länder, die weniger als 15 Prozent ihres Gases aus Russland importieren und diese Importe reduzieren.

Schlag gegen Banken und "Tankerflotte"

Die neuen Maßnahmen umfassen auch Sperrmaßnahmen gegen russische Banken, die sich teilweise oder vollständig in Staatsbesitz befinden. Besonders ins Visier genommen wird die sogenannte "graue" oder "Tankerflotte", Schiffe, die russisches Öl, Uran und Kohle transportieren. Den USA wird zudem der Export von Energieprodukten nach Russland, neue Investitionen, der Kauf russischer Staatsanleihen und der Handel mit Aktien russischer Staatsunternehmen an amerikanischen Börsen untersagt.

Chancen im Repräsentantenhaus und Trumps Unterschrift

Obwohl die Verabschiedung des Gesetzes im geteilten Repräsentantenhaus aufgrund der Bedenken beider Parteien hinsichtlich der weitreichenden Zollbefugnisse nicht einfach sein wird, gilt seine endgültige Annahme als sehr wahrscheinlich. Dazu tragen die öffentliche Unterstützung von Präsident Trump, die Haltung des Senats und die Ehrung von Senator Graham bei.

Da das Unterhaus des Kongresses derzeit nicht tagt, wird die Abstimmung im September erwartet. Rybar schätzt, dass das Dokument mit knapper Mehrheit angenommen wird, wahrscheinlich nach Änderungen im Zollteil. Das Gesetz umfasst auch weitreichende präsidiale Ausnahmebefugnisse, die es Trump ermöglichen, Sanktionen auszusetzen, wenn er dies im nationalen Interesse für notwendig erachtet, was seinen Widerstand gegen die Unterzeichnung verringert.

Globale Auswirkungen

Obwohl das Ziel darin besteht, den langfristigen wirtschaftlichen Druck auf Moskau zu erhöhen, sind Analysten skeptisch, dass diese Maßnahmen in Trumps Strategie der "Zwingung Russlands zum Frieden" entscheidend sein werden. Eine strikte Anwendung, insbesondere gegen große Importländer wie Indien, könnte globale Handelskomplikationen auslösen und Gegenmaßnahmen Chinas provozieren. Eine entscheidende Unbekannte bleibt das präsidiale Ausnahmerecht, das ihm die Möglichkeit gibt, die schärfsten Beschränkungen für mögliche Verhandlungen einzufrieren.

Häufige Fragen
Was sind die "Höllensanktionen", die der US-Senat verabschiedet hat? +
Es handelt sich um ein Sanktionspaket gegen Russland und den Iran, das Zölle von bis zu 500 Prozent auf russische Importe, Sanktionen gegen den Energie- und Finanzsektor sowie Maßnahmen gegen die sogenannte Tankerflotte umfasst, die russisches Öl transportiert.
Warum verließ Donald Trump das Treffen im State Department? +
Laut Quellen wurde Präsident Trump gebeten, das Treffen früher zu verlassen, und erklärte dabei, dass er "einen Krieg führen müsse".
Wird das Sanktionsgesetz in Kraft treten? +
Das Gesetz geht nun an das Repräsentantenhaus und wird voraussichtlich im September verabschiedet. Das Weiße Haus hat den Bedingungen grundsätzlich zugestimmt, und Präsident Trump hat die Befugnis, einzelne Maßnahmen auszusetzen.
Wie werden sich die neuen Sanktionen auf den globalen Handel auswirken? +
Eine strikte Anwendung der Zölle, insbesondere gegen große Importländer von russischem Öl wie Indien, könnte globale Handelsstörungen auslösen und Gegenmaßnahmen Chinas provozieren.

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