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Trump droht EU mit hohen Zöllen wegen Strafen gegen Tech-Giganten

Der US-Präsident Donald Trump erklärte auf Truth Social, die EU werde einen 'sehr hohen Preis' zahlen, nachdem die Europäische Kommission Google mit 890 Millionen Euro bestraft hatte. Er kündigt eine Untersuchung nach Paragraph 301 an und fordert die Aufhebung aller Strafen.

Foto: Pau Casals na Unsplash
Kurz gesagt
  • Trump drohte der EU am 24. Juli 2026 mit 'erheblichen Zöllen', nachdem die Europäische Kommission Google mit 890 Millionen Euro bestraft hatte.
  • Trump behauptet, die gesamten EU-Strafen gegen Google hätten 18 Milliarden Dollar überschritten; zudem nennt er Strafen gegen Apple (15 Mrd.), Meta (3 Mrd.) und Amazon (2,5 Mrd.).
  • Die US-Regierung kündigt eine Untersuchung nach Paragraph 301 an und fordert die Aufhebung aller Strafen.
  • Gleichzeitig kündigte Trump auch Zölle gegen Kanada an, aufgrund von Rauch von Waldbränden, der sich auf US-amerikanisches Territorium ausbreitet.

Der US-Präsident Donald Trump drohte am Freitag, dem 24. Juli 2026, der Europäischen Union mit 'erheblichen Zöllen', nachdem die Europäische Kommission am Donnerstag eine Geldstrafe gegen Google in Höhe von 890 Millionen Euro verhängt hatte, was umgerechnet rund einer Milliarde US-Dollar entspricht. Trump erklärte auf seiner Plattform Truth Social, die USA seien 'keine Geldkuh für Europa' und die EU werde einen 'sehr hohen Preis' für das zahlen, was er als illegales und unethisches Verhalten bezeichnete.

Trumps Angriff auf die Reihe der EU-Strafen

Trump listete in seinem Beitrag eine ganze Reihe von Strafen auf, die die EU gegen US-amerikanische Technologieunternehmen verhängt hatte. Seinen Worten zufolge wurde Apple mit 15 Milliarden Dollar bestraft, Meta mit 3 Milliarden Dollar, Amazon mit 2,5 Milliarden Dollar und die Gesamtstrafen gegen Google überstiegen nun 18 Milliarden Dollar.

'Die Europäische Union macht wieder ihr Ding und zielt, wie üblich, direkt auf die GROSSEN US-amerikanischen Unternehmen ab! (...) Diese illegale und äußerst diskriminierende Praxis begann auf diesen hohen Ebenen im ersten Jahr der Regierung des schläfrigen Joe Biden, wird aber unter der Trump-Regierung nicht fortgesetzt',
schrieb Trump, laut 24sata.

Untersuchung nach Paragraph 301 und Zolldrohung

Trump kündigte die Einleitung einer Untersuchung nach Paragraph 301 des US-amerikanischen Handelsgesetzes von 1974 an, das der Regierung die Befugnis zur Einführung von Zöllen im Falle 'ungerechtfertigter, unverhältnismäßiger oder diskriminierender' Handelspraktiken gibt. In demselben Beitrag forderte er, dass 'die Strafen vollständig aufgehoben werden müssen' und dass die EU 'zum frühestmöglichen Zeitpunkt mit erheblichen Zöllen konfrontiert sein wird'. Der US-Handelsbeauftragte Jamieson Greer hatte bereits am Donnerstag, dem 23. Juli 2026, auf der Grundlage desselben Paragrafen neue Zölle gegen rund 60 Handelspartner wegen angeblicher unzureichender Maßnahmen gegen Zwangsarbeit verhängt, berichtet Tagesschau.

Warum die EU Google bestraft hat

Die Europäische Kommission verhängte die Strafe gegen Google am Donnerstag, dem 23. Juli 2026. Nach Angaben der Kommission habe Google gegen EU-Vorschriften verstoßen, die die Marktmacht großer Technologieunternehmen einschränken, insbesondere im Bereich der Suchdienste und des App-Handels. Es handelt sich um die Anwendung des Gesetzes über digitale Märkte, mit dem die EU die Dominanz großer Plattformen regulieren will. Eine Reaktion der Europäischen Kommission auf Trumps Drohungen lag zum Zeitpunkt der Veröffentlichung nicht vor.

Trump droht gleichzeitig auch Kanada

Neben den Drohungen gegen die EU kündigte Trump am 24. Juli 2026 auch Zölle gegen Kanada an, allerdings aus einem ganz anderen Grund. Laut einem Bericht von Index, der sich auf Reuters beruft, plant die US-Regierung die Einführung von Zöllen gegen Kanada als Reaktion auf den Rauch von Waldbränden, der sich aus den kanadischen Provinzen Ontario und Quebec auf US-amerikanisches Territorium ausbreitet. Trump hatte bereits am 22. Juli 2026 auf Truth Social Kanada der 'vorsätzlichen Fahrlässigkeit' und schlechter Waldpflege beschuldigt. Der kanadische Premierminister Mark Carney wies diese Vorwürfe zurück und erklärte, die Waldbrände seien eine Folge des Klimawandels, für den alle Staaten, einschließlich der USA, verantwortlich seien.

Eskalation der Handelsspannungen

Trumps Drohungen gegen die EU erfolgen vor dem Hintergrund bereits angespannter Handelsbeziehungen zwischen Washington und Brüssel. Die Ankündigung einer Untersuchung nach Paragraph 301 bedeutet, dass die Regierung ein formelles Verfahren einleiten könnte, das der Einführung von Zöllen vorausgeht. Konkrete Beträge und Fristen wurden jedoch bislang nicht bekannt gegeben. Ob die EU mit Gegenzöllen oder auf diplomatischem Wege reagieren wird, war zum Zeitpunkt der Veröffentlichung nicht bekannt.

Häufige Fragen
Warum droht Trump der EU mit Zöllen? +
Trump reagierte auf die Geldstrafe der Europäischen Kommission gegen Google in Höhe von 890 Millionen Euro und verwies auf eine Reihe früherer Strafen gegen US-amerikanische Unternehmen wie Apple, Meta und Amazon, die sich insgesamt auf Dutzende Milliarden Dollar belaufen.
Was ist die Untersuchung nach Paragraph 301? +
Paragraph 301 des US-amerikanischen Handelsgesetzes von 1974 ermächtigt die Regierung, Zölle zu erheben, wenn sie feststellt, dass ein Land ungerechtfertigte, unverhältnismäßige oder diskriminierende Handelspraktiken anwendet.
Wie hoch war die EU-Strafe gegen Google und warum? +
Die Europäische Kommission verhängte am Donnerstag, dem 23. Juli 2026, eine Geldstrafe von 890 Millionen Euro (rund eine Milliarde Dollar) gegen Google, wegen Verstoßes gegen EU-Vorschriften zur Begrenzung der Marktmacht großer Technologieunternehmen.
Hat die EU auf Trumps Drohungen reagiert? +
Eine Reaktion der Europäischen Kommission auf Trumps Drohungen lag zum Zeitpunkt der Veröffentlichung nicht vor.

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