Urlaub mit Verwandten wird oft als Gelegenheit für Nähe und gemeinsame Erinnerungen vorgestellt. Doch wenn gegenseitiger Respekt fehlt und Dankbarkeit durch Selbstverständlichkeit ersetzt wird, kann der Urlaub zur Qual werden. Genau das erlebte Marina, eine kroatische Rentnerin, die ihre Geschichte Metropolitan erzählte, und Zagreb.info berichtete.
Sie hatte ihrer Cousine, die sie seit Monaten nicht gesehen hatte, weil sie in Podravina lebt, bereits im Winter versprochen, sie im Sommer in ihre Ferienwohnung auf Mali Lošinj mitzunehmen. "Das war mein guter Wille, ich habe nicht von ihr verlangt, Essen oder irgendetwas anderes mitzubringen. Ich wollte nur, dass es uns schön ist, dass wir uns ausruhen und Zeit miteinander verbringen", erklärte Marina ihre ursprüngliche Absicht.
Die Probleme begannen sofort nach der Ankunft
Doch schon am ersten Tag ging es bergab. "Sofort kamen die Fragen: Was kochen wir? Wann gibt es Mittagessen? Essen wir vor dem Strand oder danach? Schon am ersten Tag wurde mir übel", erinnerte sich die Rentnerin. Statt einer entspannten Woche am Meer hörte sie täglich dieselben Fragen und Kommentare.
"Ich konnte nicht einmal in Ruhe Kaffee kochen, da stand sie schon hinter mir: Was gibt es zum Mittagessen? Warum kochst du schon wieder das? Wollen wir nicht lieber etwas Gemüse? Als ob sie die Gastgeberin wäre und ich Gast in meiner eigenen Wohnung", beklagte sich Marina.
Sie sparte an jedem Euro und bekam alles umsonst
Obwohl Marina für Essen und Unterkunft sorgte, achtete ihre Cousine ständig auf die Kosten. "Wenn wir Kaffee trinken gingen, zahlte sie jeden zweiten. Gott bewahre, dass sie einen Euro mehr ausgibt als ich. Sie beschwerte sich ständig, wie teuer alles sei. Wer hat sie denn gezwungen zu kommen, wenn sie auf jeden Cent schaut? Letztendlich bekam sie Essen und Unterkunft umsonst", betonte sie.
Die Waschmaschine als Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte
Die Nörgelei erreichte ihren Höhepunkt, als die Cousine begann, sich über das Fehlen einer Waschmaschine in der Wohnung zu beschweren. "Sie fing an zu meckern, wie es möglich sei, dass ich am Meer keine Waschmaschine habe, und fragte, wie sie ihre Kleidung waschen solle. Ich brauche sie nicht, weil ich genug Sachen mitnehme, und wenn etwas ausgeht, wasche ich es von Hand. Sie ist ja nicht in ein Fünf-Sterne-Hotel gekommen! Und sie fand jeden zweiten Tag etwas, das sie störte. Statt zu genießen, nörgelte sie", erzählte Marina.
Am Ende zog sie ein Fazit: "Ich wollte ihr einen Gefallen tun, ihr einen schönen Urlaub und ein paar gemeinsame Momente schenken. Im Gegenzug bekam ich schlechte Laune und das Gefühl, bei der Arbeit zu sein, nicht im Urlaub. Alles, was sie hätte tun müssen, war zu genießen und ein wenig dankbar zu sein. Stattdessen hat sie mir den Urlaub gründlich verdorben", sagte die enttäuschte Rentnerin.