Im Raum Zagreb ist in den letzten Wochen ein starker Anstieg von Fällen der Katzenseuche (Panleukopenie) zu verzeichnen, einer äußerst ernsten und hochansteckenden Krankheit mit hoher Sterblichkeit. Besonders gefährdet sind ungeimpfte Katzen und Kätzchen, und aufgrund der extremen Ansteckungsgefahr erkranken sogar Tiere, die nie die Wohnung verlassen, warnen die Experten der Veterinärmedizinischen Fakultät in Zagreb.
Die Veterinärmedizinische Fakultät fordert Besitzer auf, sofort Hilfe zu suchen, wenn sie Symptome bemerken. "Wenn Ihre Katze Erbrechen, Durchfall, starke Lethargie oder eine plötzliche Verschlechterung des Zustands zeigt, kontaktieren Sie umgehend die nächste tierärztliche Einrichtung", heißt es in ihrer Mitteilung. Die Impfung sei, wie sie betonen, nach wie vor der wirksamste und kostengünstigste Schutz.
Wie wird das Virus übertragen?
Die Tierärztin Ivona Ćorić von der Abteilung für Infektionskrankheiten der Veterinärmedizinischen Fakultät erklärte gegenüber Radio Sljeme, dass sich Menschen nicht anstecken können, die Krankheit für Katzen jedoch oft tödlich verläuft. Das Virus verbreitet sich auf mehreren Wegen.
"Es kann durch direkten Kontakt übertragen werden, also durch Berührung einer infizierten Katze mit einer empfänglichen Katze, aber es kann auch, und das ist der häufigste Übertragungsweg, durch jegliche kontaminierte Gegenstände wie Näpfe, Decken, und sogar Menschen können das Virus über ihre Kleidung, Schuhe oder Hände übertragen. Das ist eigentlich der Grund, warum neben Freigängerkatzen auch reine Wohnungskatzen gefährdet sind. Wir sehen oft Katzen, die ausschließlich Wohnungskatzen sind und seit Jahren nicht mehr vor die Tür gegangen sind, sich aber dennoch mit dem Virus infiziert haben", sagte Ćorić.
Gerade weil das Virus auch über Kleidung, Schuhe und Hände übertragen wird, sind auch Katzen gefährdet, die ausschließlich in Innenräumen leben. Besitzer, die sich draußen aufhalten, können das Virus unbewusst in die Wohnung einschleppen.
Empfehlungen der Tierärzte
Die Veterinärmedizinische Fakultät empfiehlt, Katzen, deren letzte Impfung mehr als 12 Monate zurückliegt, nachzuimpfen. Ungeimpfte Katzen sollten mit einer Mehrfachimpfung gegen Infektionskrankheiten geimpft werden. Aufgrund der hohen Anzahl an Infektionsfällen ist die Universitäre Veterinärklinik derzeit nahezu ausgelastet und die einzige Einrichtung, die diese Krankheit stationär behandelt.