West-Nil-Virus erreicht Belgrad
Das Virusgenom wurde in einer auf Čukarica gefangenen Mücke nachgewiesen, und Serbien meldete Anfang des Monats die ersten beiden Fälle von West-Nil-Fieber.
Das Virusgenom wurde in einer auf Čukarica gefangenen Mücke nachgewiesen, und Serbien meldete Anfang des Monats die ersten beiden Fälle von West-Nil-Fieber.
In einer Mücke, die im Gebiet der Belgrader Stadtgemeinde Čukarica gefangen wurde, wurde das Genom des West-Nil-Virus nachgewiesen, wie aus einem von Nova.rs veröffentlichten Bericht hervorgeht, auf den sich N1 Hrvatska bezieht. Der positive Befund wurde bei einer Mücke der Gattung Culex festgestellt, teilte das Labor der Sektion "Gradska čistoća" für Ökologie und Umweltschutz mit.
Die infizierte Mücke wurde am Rangierbahnhof "Železnik" in der Gemeinde Čukarica gefangen. Die Probe wurde mittels Real-time-PCR analysiert, wie auf der Website des Unternehmens zu lesen ist, dessen Teams fast täglich Bekämpfungsmaßnahmen gegen Mücken durchführen.
Die Bevölkerung wird aufgefordert, verantwortungsvoll zu handeln, unbedingt Insektenschutzmittel und Moskitonetze zu verwenden und sich in der Zeit der höchsten Mückenaktivität zwischen 19 und 24 Uhr nicht im Freien aufzuhalten.
"Die Sektion für Ökologie und Umweltschutz wird die Mückenpopulation in allen Belgrader Gemeinden weiterhin täglich überwachen und Maßnahmen zur Mückenbekämpfung durchführen", teilte die Sektion mit.
Das Institut für öffentliche Gesundheit Serbiens "Dr. Milan Jovanović Batut" gab am 6. August 2026 bekannt, dass in Serbien in diesem Jahr die ersten beiden Fälle von West-Nil-Fieber registriert wurden. Die Erkrankten stammen aus dem Raum Belgrad, sind 75 und 82 Jahre alt und wurden wegen der Entwicklung einer neuroinvasiven Form der Krankheit in der Klinik für Infektions- und Tropenkrankheiten behandelt.
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) rief Ende Juli 2026 zu erhöhter Wachsamkeit auf, nachdem in Südeuropa mehrere Fälle von West-Nil-Fieber gemeldet worden waren. Laut WHO wird das Virus hauptsächlich zwischen Mücken und Vögeln übertragen, aber infizierte Mücken können auch Menschen stechen und infizieren, meist zwischen Juli und September.
Das Robert Koch-Institut (RKI), die deutsche Einrichtung für Krankheitskontrolle und -prävention, weist darauf hin, dass die meisten Infizierten gar nicht bemerken, dass sie das Virus in sich tragen. Daher vermuten Forscher eine erhebliche Zahl nicht gemeldeter Fälle. In schwereren Fällen kann die Krankheit das Nervensystem befallen und Zustände wie Enzephalitis und Meningitis verursachen.
Gegen das West-Nil-Virus gibt es weder einen Impfstoff noch ein spezifisches Medikament; Ärzte können nur die Symptome lindern. Die WHO rät Reisenden, das Risiko von Mückenstichen durch geeignete Kleidung und die Verwendung von Insektenschutzmitteln zu verringern.