Armee beteiligt sich an Rettungsaktion für gestrandete Römerboot-Nachbildung an der Drau bei Osijek
Das 18 Meter lange und sechs Tonnen schwere Schiff blieb aufgrund des extrem niedrigen Wasserstands der Drau auf einer Sandbank liegen.
Das 18 Meter lange und sechs Tonnen schwere Schiff blieb aufgrund des extrem niedrigen Wasserstands der Drau auf einer Sandbank liegen.
Die kroatische Armee hat sich an der anspruchsvollen Bergungsaktion einer Nachbildung eines antiken römischen Schiffs beteiligt, die auf einer Sandbank in der Drau bei Osijek gestrandet ist. Aufgrund des extrem niedrigen Wasserstands drohen dem Schiff dauerhafte Schäden, und im Falle einer nicht rechtzeitigen Intervention besteht auch die Gefahr des vollständigen Verlusts.
Die Unterstützung der Streitkräfte der Republik Kroatien für die Universität Erlangen-Nürnberg aus Deutschland wurde von Vizepremier und Verteidigungsminister Ivan Anušić genehmigt. Es wurde auch eine Entscheidung über die Durchführung notwendiger Pionierarbeiten getroffen, um das Schiff sicher von der Sandbank zu ziehen, wobei die Garde-Panzer- und Mechanisierte Brigade der kroatischen Landstreitkräfte eingesetzt wurde.
Nach Informationen aus dem Verteidigungsministerium ergeben sich Herausforderungen aus dem komplizierten Gelände, der Position des Schiffs und der Notwendigkeit, beim Bergen keine Schäden an seiner Struktur zu verursachen. Die Militäringenieure müssen die Empfindlichkeit des Schiffs und die Instabilität des Flussgeländes berücksichtigen.
Die Nachbildung des antiken römischen Schiffs ist 18 Meter lang und wiegt ungefähr sechs Tonnen. Dieses Bauwerk entstand vor einigen Jahren dank der Universität Erlangen-Nürnberg, wobei die Finanzierung etwa eine Million Euro aus Mitteln der Europäischen Union umfasste, wie auf Stijena.info angegeben.
Der Vorfall der Strandung ereignete sich während extrem hoher Temperaturen, was zu einem erheblichen Rückgang des Wasserstands der Drau führte. So befand sich das Schiff außerhalb des für die Schifffahrt sicheren Bereichs, an einem Ort, von dem es ohne geeignete Ausrüstung und Fachwissen nicht leicht zu bergen ist.
Das Schiff wird zur Erforschung und Rekonstruktion antiker Schifffahrtswege auf Donau und Drau verwendet. Derzeit befindet es sich in Osijek, wo es zusammen mit dem Archäologischen Museum in Osijek betreut wird. Diese Nachbildung dient nicht nur als Ausstellungsobjekt, sondern auch als wichtiges Werkzeug zur Erforschung der Schifffahrtsmethoden und des Alltagslebens in der Antike.
Die Beteiligung der kroatischen Armee zeigt, dass ihre Fähigkeiten über die grundlegenden Verteidigungspflichten hinaus auch zur Unterstützung ziviler und wissenschaftlicher Organisationen eingesetzt werden können. Die militärische Intervention zielt darauf ab, weitere Schäden an der Struktur zu stoppen und einen sicheren Transport des Schiffs zu ermöglichen, damit es weiterhin für wissenschaftliche, pädagogische und Präsentationszwecke genutzt werden kann.