Die Polizei Krapina-Zagorje hat Strafanzeige gegen einen 22-Jährigen erstattet, dem eine Reihe unglaublich gefährlicher Fahrten im Gebiet von Marija Bistrica, Zlatar, Zabok und Krapina vorgeworfen werden. Nach den Ergebnissen der kriminalistischen Untersuchung raste der junge Mann von Anfang Januar bis Mitte Juli 2026 mehrfach über die Straßen und brachte sich selbst sowie alle anderen Verkehrsteilnehmer in Lebensgefahr.
Vom Motorrad ohne Zulassung bis 260 km/h
Die Polizei vermutet, dass alles mit einem Motorrad begann. Obwohl er keine Fahrerlaubnis der Klasse A besaß, soll der 22-Jährige ein nicht zugelassenes und nicht versichertes Motorrad gefahren haben und dabei Geschwindigkeiten von bis zu 260 Stundenkilometern erreicht haben.
Mit dem Auto bis 280 km/h, Überholen über durchgezogene Linie
Das war jedoch nur das Aufwärmen. Die kriminalistische Untersuchung ergab, dass der Verdächtige mit einem Pkw mehrfach zwischen 250 und 280 Stundenkilometern fuhr. Dabei bewegte er sich auf der Fahrspur für den Gegenverkehr, überholte Fahrzeugschlangen über durchgezogene Linien und zwang andere Fahrer per Lichtzeichen, ihm Platz zu machen. Die meisten dieser gefährlichen Aktionen filmte er zusätzlich mit dem Handy.
Im Ortsgebiet mit 240 km/h unterwegs und Frontalzusammenstoß vermieden
Einer der gefährlichsten Vorfälle ereignete sich im Ortsgebiet von Marija Bistrica auf der Staatsstraße DC 29. Auf einem Abschnitt, wo die Geschwindigkeitsbegrenzung 50 Stundenkilometer beträgt, fuhr der Verdächtige nach Polizeiangaben zwischen 180 und 240 Stundenkilometern. Als er auf der Spur für den Gegenverkehr fuhr, wurde ein Frontalzusammenstoß mit einem entgegenkommenden Fahrzeug buchstäblich in letzter Sekunde vermieden.
Höhepunkt der Gefahr: Fahren mit den Füßen und gleichzeitiges Filmen mit dem Handy
Als ob die vorherigen Aktionen nicht schon abschreckend genug gewesen wären, fuhr er in Zlatar, ebenfalls auf der DC 29, wo die Begrenzung 50 km/h beträgt, mit über 200 Stundenkilometern. Dabei schob er den Fahrersitz nach hinten und steuerte das Auto mit den Füßen, während er in den Händen ein Handy hielt, mit dem er sich filmte.
Driften in Kreisverkehren
Die Polizei verdächtigt ihn außerdem, in Zabok und Krapina absichtlich mit dem Heck des Autos ins Rutschen geraten zu sein, also in Kreisverkehren zu driften. Alle diese Handlungen, so heißt es im Polizeibericht, hätten die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer grob gefährdet.
Auto beschlagnahmt, Strafanzeige folgt
Während der kriminalistischen Untersuchung beschlagnahmte die Polizei vorübergehend den Pkw des 22-Jährigen samt Zulassungsbescheinigung und Schlüssel. Gegen ihn wird nun Strafanzeige bei der zuständigen Staatsanwaltschaft wegen des Straftatbestands der rücksichtslosen Teilnahme am Straßenverkehr gemäß Artikel 226 des Strafgesetzbuchs erstattet.