Der serbische Präsident Aleksandar Vučić hat am Dienstag, dem 11. August 2026, auf seinem Instagram-Profil ein Video veröffentlicht, das schnell viral ging. Auf der Aufnahme ist eine entspannte Atmosphäre auf dem Zlatibor zu sehen, genauer gesagt in Kokin Brod, wo ihm die serbische Ministerin für Bergbau und Energie, Dubravka Đedović, ins Ohr summt, während um sie herum ein Tisch mit Speisen und Getränken gedeckt ist.
Die Ministerin intonierte die Zeilen des Liedes "Idem preko zemlje Srbije, ide srce gde mu milije, i da mi je to poslednje, doći ću do tebe", während Vučić und die übrigen Anwesenden die Darbietung mit erhobenen Händen und Gesichtsausdrücken verfolgten, die Ekstase und tiefe Emotionen für den Präsidenten verrieten.
Aufruf zum Boykott kroatischer Inseln
Zusammen mit dem Video veröffentlichte Vučić auch eine Botschaft, in der er die Bürger Serbiens auffordert, ihren Urlaub im eigenen Land zu verbringen. "Urlaub auf Brač, Hvar, Athen oder Bodrum. Nichts davon. Das ist Kokin Brod, Zlatibor, Serbien. Es lebe Serbien! P.S. Auch hier ist das Meer am besten", heißt es in seinem Beitrag, womit er direkt zum Boykott zweier beliebter kroatischer Inselziele aufrief.
Dieser Appell stellt einen direkten Versuch dar, die Entscheidungen serbischer Touristen zu beeinflussen, die traditionell einen bedeutenden Teil der Gäste an der kroatischen Küste ausmachen, und kommt mitten in der Tourismussaison.
Ministerin im Rampenlicht
Das Video lenkte besondere Aufmerksamkeit auf Dubravka Đedović, die sich durch ihren stimmlichen Einsatz hervortat. Kommentatoren auf Instagram sparten nicht mit Lob für sie. "Dubravka, alle Achtung, spricht fünf Sprachen, Mutter von drei Kindern, ausgebildet an drei Fakultäten", lautete einer der Kommentare.
Doch nicht alle Reaktionen waren positiv. Es gab auch bissige Kommentare wie "Und wohin soll sie gehen, vielleicht in den Kosovo und nach Metochien" und "Wer bezahlt diesen Unsinn?", was zeigt, dass Vučićs Beitrag nicht auf einhellige Zustimmung stieß.