Zagreb hatte um 20 Uhr 35,1°C, Split 28,5°C
Der Staatliche Hydrometeorologische Dienst verzeichnete einen außergewöhnlichen Wert für die Abendstunden, während Europa wegen großer Hitze und Dürre vor energetischen Herausforderungen steht.
Der Staatliche Hydrometeorologische Dienst verzeichnete einen außergewöhnlichen Wert für die Abendstunden, während Europa wegen großer Hitze und Dürre vor energetischen Herausforderungen steht.
Die Hitzewelle, die Kroatien seit Tagen im Griff hat, brachte gestern Abend einen Wert, der ihre Intensität am besten verdeutlicht. Nach offiziellen Messungen des Staatlichen Hydrometeorologischen Dienstes (DHMZ) wurden in Zagreb um 20 Uhr 35,1 Grad Celsius gemessen. Zur gleichen Zeit war die Lufttemperatur in Split, am Fuße des Marjan, mit angenehmeren 28,5 Grad Celsius deutlich erträglicher, berichtet Ivan Šolić für Slobodna Dalmacija.
Für alle, die zumindest eine kurze Abkühlung erwarten, sind die Nachrichten nicht ermutigend. Obwohl das Ende der Hitzewelle nicht in Sicht ist, kommt ein Hoffnungsschimmer vom Europäischen Zentrum für mittelfristige Wettervorhersage (EZMW). Deren Modelle deuten für Donnerstag und Freitag, insbesondere aber für Samstag, auf die Möglichkeit lokaler Sommergewitter hin, vor allem im Binnenland Dalmatiens.
Experten warnen jedoch, dass diese Niederschläge nur symbolisch wären, nicht ausreichend, um die negative Niederschlagsbilanz zu korrigieren und die Dürre zu stoppen, aber ausreichend für eine kurzfristige lokale Abkühlung. Die kollektive Frage, die durch Dalmatien hallt, "Wann kommt der Regen?", bleibt vorerst ohne konkrete und ergiebige Antwort. Ernsthafte Zyklone, die eine deutlichere Wetteränderung bringen würden, sind nicht in Sicht.
Etwas bessere Nachrichten gibt es für den kontinentalen Teil des Landes. Dort wird für Freitag und das Wochenende endlich eine Abkühlung erwartet. Das Eintreffen kälterer Luft und Niederschläge nach mehrtägiger Hitzewelle könnte auch den Wetteralarm des DHMZ auslösen, daher wird den Bürgern empfohlen, die offiziellen Warnungen zu verfolgen.
Doch auch diese Abkühlung wird die hartnäckige Hitzewelle nicht wesentlich erschüttern. Langfristige Prognosen deuten leider darauf hin, dass die nächste Woche noch höhere Temperaturen bringen könnte.
Extreme Hitze betrifft nicht nur Kroatien. Im Nachbarland Ungarn hat Premierminister Péter Magyar einen dramatischen Appell an die Nation gerichtet und die Bürger gebeten, in den kommenden Tagen rational und klug mit Strom umzugehen. Die Besorgnis wächst auch angesichts der Nachrichten über die Abschaltung von Atomreaktoren in Frankreich und Rumänien, was die Frage aufwirft, ob Europa eine neue Energiekrise als direkte Folge großer Dürren und der Unmöglichkeit, Anlagen zu kühlen, droht.
Während die Region und der Kontinent die Folgen der beispiellosen Hitze bilanzieren, wird die Situation in Kroatien genau beobachtet. Für alle, die sich nach echter Abkühlung sehnen, ist die Botschaft klar: Sie ist noch nicht in Sicht.