Selenskyj zum ersten Mal seit der russischen Invasion in Serbien: 'Eine Ohrfeige für die Russen'
Der Besuch in Belgrad am Samstag ist ein symbolischer Versuch Kiews, den traditionellen Verbündeten Moskaus auf seine Seite zu ziehen.
Der Besuch in Belgrad am Samstag ist ein symbolischer Versuch Kiews, den traditionellen Verbündeten Moskaus auf seine Seite zu ziehen.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj wird am Samstag, dem 8. August 2026, zum ersten Mal seit Beginn der russischen Invasion in sein Land Serbien besuchen. Die Nachricht wurde der Nachrichtenagentur AFP von einem hochrangigen ukrainischen Beamten bestätigt, der den Besuch als symbolischen Schritt mit einer klaren Botschaft an Moskau bezeichnete.
"Wir müssen die Serben von der russischen Seite wegholen", sagte der anonyme Beamte und fügte hinzu, dass Selenskyjs Ankunft in Belgrad "eine Ohrfeige für die Russen" sein werde. Dies ist der erste Besuch des ukrainischen Führers in Serbien seit 2019, als er das Präsidentenamt übernahm, und er kommt zu einem Zeitpunkt, an dem er die Welt bereist, um Unterstützung für die ukrainische Verteidigung zu suchen.
Serbien gilt als einer der engsten Verbündeten Moskaus in Europa. Trotz der Invasion im Jahr 2022 hat Belgrad keine Sanktionen gegen Russland verhängt und enge Energiebeziehungen aufrechterhalten. Der serbische Präsident Aleksandar Vučić führte Gespräche mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin in Moskau, was ein seltener Besuch eines europäischen Staatschefs während der Invasion war.
Serbien ist formell ein EU-Beitrittskandidat, aber Brüssel betrachtet seine warmen Beziehungen zum Kreml mit Unbehagen. Selenskyjs Besuch könnte als Versuch Kiews interpretiert werden, diese diplomatischen Spannungen zu nutzen und Serbien zu ermutigen, seine Beziehung zu Russland zu überdenken.
Obwohl der Besuch keinen direkten Bezug zu Kroatien hat, beeinflussen die Ereignisse in der Nachbarschaft und Veränderungen in der regionalen Dynamik indirekt die sicherheitspolitische und politische Stabilität der gesamten Region, einschließlich der Beziehungen innerhalb der Europäischen Union.