HAK entdeckt: Moderne Diesel verlangen teurere Teile
Der technische Berater des HAK, Marin Morava, erklärte, was sich bei der Wartung heutiger Dieselfahrzeuge geändert hat.
Der technische Berater des HAK, Marin Morava, erklärte, was sich bei der Wartung heutiger Dieselfahrzeuge geändert hat.
Obwohl einzelne Teile für moderne Dieselfahrzeuge deutlich teurer sind, können die Gesamtkosten für deren Wartung niedriger sein als bei älteren Generationen. Wie der HAK mitteilte, liegt der Schlüssel in deutlich längeren Serviceintervallen und erhöhter Zuverlässigkeit, insbesondere bis zu einer Laufleistung von 150.000 Kilometern.
Der technische Berater des HAK, Marin Morava, betont, dass einige Verschleißteile teurer geworden sind. Kraftstofffilter, aufgrund der Anpassung an Hochdruckeinspritzsysteme und integrierte Sensoren, können jetzt zwischen 40 und sogar 200 Euro kosten. Gleichzeitig sind die technologisch fortschrittlicheren 12-Volt-Batterien, die fünf bis acht Jahre halten, beim Austausch 30 bis 50 Prozent teurer als die in älteren Fahrzeugen.
Andererseits wurden die Serviceintervalle moderner Diesel auf 20.000 bis sogar 40.000 Kilometer verlängert, und bei einigen Herstellern wird der reguläre Service nur noch alle zwei Jahre durchgeführt. Dadurch sind Werkstattbesuche seltener, was langfristig die Gesamtkosten senkt.
Die Veränderungen betreffen auch Motoröle. Zunehmend werden niedrigviskose Öle wie 0W-20 verwendet, die das Starten bei kaltem Wetter erleichtern und den Verschleiß verringern, aber den Verbrauch auf der Autobahn erhöhen können. Der HAK empfiehlt Fahrern, immer einen Liter des passenden Öls zum Nachfüllen im Fahrzeug zu haben.
Zusätzliche Kosten verursacht auch die AdBlue-Flüssigkeit, die für die Reduzierung der Emissionen entscheidend ist und deren durchschnittlicher Verbrauch zwischen 0,7 und einem Liter pro 1.000 Kilometer liegt. Das Start-Stopp-System, das die Notwendigkeit stärkerer Batterien und verstärkter Kupplungen mit Zweimassenschwungrad eingeführt hat, verlängert paradoxerweise die Lebensdauer dieser Komponenten, obwohl ein eventueller Austausch teurer ist.
Laut dem Berater des HAK sind Dieselmotoren, die die Euro-6-Norm erfüllen, heute deutlich zuverlässiger als vor zehn Jahren. Dank Fortschritten bei Einspritz- und Abgassystemen können sie bei regelmäßiger Wartung ohne größere Störungen zwischen 300.000 und 500.000 Kilometer zurücklegen. Der HAK betont, dass diese Laufleistung bei Hybrid- und Elektrofahrzeugen deutlich schwerer zu erreichen ist.