Die Gespanschaft Zadar befindet sich auf dem Höhepunkt einer Wasserversorgungskrise, die von absurden Kontrasten und einem völligen Mangel an Koordination geprägt ist. Während ein kommunales Unternehmen vor dem Kollaps warnt und die Bürger um Sparsamkeit bittet, tut ein anderes so, als ob nichts geschehen wäre, was schwerwiegende Versäumnisse bei der Verwaltung einer lebenswichtigen Ressource offenbart.
Dramatische Warnung und routinemäßige Bewässerung
Die Gemeinde Vrsi hat gestern Abend eine dramatische Warnung veröffentlicht, in der es heißt, dass eine vollständige Entleerung des Wasserturms erwartet wird, was zu einer Unterbrechung der Wasserversorgung führen wird. Gleichzeitig kommen von dem Unternehmen Vodovod d.o.o. Zadar Bitten um Verständnis und Ankündigungen über die Umleitung von Wasser aus anderen Richtungen, um die Situation zu beheben.
Doch heute Morgen, am 6. August 2026, ist das Bild im Herzen der Stadt völlig anders. Auf der Halbinsel von Zadar funktionieren die Bewässerungssysteme des städtischen Unternehmens Nasadi d.o.o. ordnungsgemäß und bewässern die Parks. Diese Szene wird auch durch Aufnahmen bestätigt, über die das Portal 023.hr verfügt.
Wasserverluste und die Frage der Verantwortung
Dieser Kontrast zwischen dem Appell zur Sparsamkeit und dem ungehinderten Verbrauch für ästhetische Zwecke ist nur die Spitze des Eisbergs. Durch das marode und vernachlässigte Netz der Vodovod versickern zwischen 65 und 70 Prozent des geförderten Wassers unwiederbringlich im Boden. Die Bilder von der Puta Bokanjca, wo Trinkwasser sichtbar verloren geht, veranschaulichen deutlich das Ausmaß der infrastrukturellen Vernachlässigung.
Dieser Zustand wirft die entscheidende Frage auf, warum mitten in der Krise und den angekündigten Reduzierungen keine internen Protokolle zur Rationalisierung des Verbrauchs innerhalb der städtischen Unternehmen eingeführt wurden. Von den Bürgern Solidarität und Sparsamkeit zu verlangen, während gleichzeitig Millionen Liter aus löchrigen Rohren auslaufen und für die Bewässerung von Zierpflanzen verwendet werden, bedeutet, die Last der Krise auf die Endverbraucher abzuwälzen, anstatt sich mit jahrelanger Vernachlässigung und ineffizientem Management auseinanderzusetzen.
Führungsvakuum und möglicher Kollaps
Die Situation wirft zwangsläufig auch die Frage nach der Verantwortung an der Spitze der kommunalen Kette auf. Wenn ein System zwei Drittel des Trinkwassers verliert und gleichzeitig das Fehlen grundlegender Kommunikation zwischen den städtischen Unternehmen ignoriert, ist es legitim, die operative Fähigkeit der aktuellen Führung der Vodovod Zadar zur Bewältigung dieser Krise zu hinterfragen. Die Fortsetzung der bisherigen Praxis, so wird gewarnt, führt zweifellos zu einem vollständigen Kollaps des Netzes und zu erzwungenen Reduzierungen, die alle spüren werden, von Haushalten bis zu Krankenhäusern und Schulen.