Die täglichen Verkehrsstaus sind eines der drängendsten Probleme der Zagreber, und die Situation wurde durch zahlreiche Bauarbeiten, die im Juni und Juli 2026 in der ganzen Stadt begannen, zusätzlich verschärft. Die Sanierung von Straßen, Straßenbahninfrastruktur sowie Wasser- und Gasnetzen an mehreren Standorten hat zusammen mit dem stetigen Anstieg der Pkw-Zahlen zu Behinderungen geführt, die Autofahrer frustrieren.
Das Portal Zagreb.info fragte seine Leser auf Facebook, wie sie dieses Problem lösen würden, und die Antworten waren vielfältig, von radikalen Verboten bis hin zu konkreten Infrastrukturvorschlägen.
Rückkehr zum öffentlichen Nahverkehr und Fahrverbote in der Innenstadt
Ein großer Teil der Kommentatoren ist sich einig, dass der Schlüssel in der Reduzierung der Autos auf den Straßen liegt. "Alle in den öffentlichen Nahverkehr wie früher, ihr jammert über die Krise, aber jeder fährt allein im Auto, deshalb ist es voll", schrieb ein Leser. Andere waren noch direkter und forderten "Ein Fahrverbot in der engeren Innenstadt, außer für Lieferungen" oder gar "Die Schließung der weiteren Innenstadt für den Verkehr und die Bereitstellung eines guten öffentlichen Nahverkehrs".
Ein Kommentar fasste den Kern des Problems zusammen: "Die Zahl der Fahrzeuge nimmt ständig zu, aber der Raum bleibt gleich. Die Lösung ist die Reduzierung der Autos, und das kann durch die Verbesserung des öffentlichen Nahverkehrs und die Verbesserung der Bedingungen für Fahrzeuge, die weniger Platz benötigen, Motorräder, Fahrräder, erreicht werden." Ein radikalerer Vorschlag lautete: "Einfach den Pkw-Verkehr in die Stadt verbieten. Ganz einfach."
Baustellen als Hauptverursacher
Ein Teil der Leser sieht die Hauptursache der Staus in der schlechten Organisation der Bauarbeiten. Sie kritisierten die gleichzeitige Eröffnung zu vieler Baustellen an verschiedenen Standorten, wie zum Beispiel an der stark frequentierten Kreuzung Savska und Vukovarska, wo Bauarbeiten im Gange sind. "Nicht zehn Baustellen mit zweieinhalb Arbeitern eröffnen. Mach eine fertig und dann geht es weiter", lautete ein Vorschlag.
Neben der Anzahl der Baustellen ist auch die Beschilderung ein Problem. "Zunächst einmal sind die Baustellen und die Umleitungen extrem schlecht ausgeschildert. Die Schilder stehen viel zu nah an der Umleitung. Selbst für uns, die die Stadt kennen, ist es nicht einfach, geschweige denn für Fremde", beklagte sich ein Zagreber.
Parkplätze für Reisebusse als Teil der Lösung
Ein interessanter und detaillierter Vorschlag kam von einem Leser, der sich auf Reisebusse konzentrierte. Er meint, dass durch den Bau von drei großen Parkplätzen im Osten, Westen und Süden der Stadt, ausgestattet mit Sanitäranlagen und einem Restaurant, die Innenstadt erheblich entlastet werden könnte. Nach seiner Idee würden Touristen von diesen Parkplätzen mit städtischen Elektrobussen zu ihren Zielen gebracht.
"Das würde zu weniger Umweltverschmutzung beitragen, weniger Hin- und Herfahren der Passagiere zu Museen oder anderen Zielen und zurück zum Parkplatz, und das mehrmals täglich. Das Parken der Busse sollte kostenpflichtig sein. Das hätte vielfältige positive Effekte. Und die Reisebusfahrer hätten auch die nötige Ruhe", begründete er.