Die Hafenbehörde der Gespanschaft Split-Dalmatien hat eines der bedeutendsten Infrastrukturprojekte auf der Insel Brač gestartet: den großen Ausbau des Hafens Bol. Diese Investition, die auf etwa 16 Millionen Euro geschätzt wird, wird diesem prominenten Inselzentrum moderne Einrichtungen, verbesserte Infrastruktur und einen völlig neuen Impuls für das Wachstum der lokalen Wirtschaft und des Tourismus bieten.
Der neue Hafen entsteht östlich des bestehenden Hafens, und eine neue Uferpromenade, die den alten und den neuen Teil des Boler Hafens funktional und ästhetisch verbinden wird, verleiht dem Projekt eine besondere städtebauliche Note.
Kennzahlen und Infrastruktur des neuen Hafenkomplexes
Mit Abschluss der Arbeiten wird Bol die langjährigen Probleme mit dem Mangel an Liegeplätzen lösen, sowohl für die einheimische Bevölkerung als auch für Wassersportler, die dieses Reiseziel in großer Zahl besuchen. Das Projekt umfasst 80 neue nautische Liegeplätze für Gäste sowie 70 neue kommunale Liegeplätze für die lokale Bevölkerung, insgesamt also 150 neue Liegeplätze.
Im Rahmen des Projekts werden auch ein Hauptwellenbrecher mit einer beeindruckenden Länge von 210 Metern, moderne Pontonstege sowie die dazugehörige Land- und Energieinfrastruktur des Hafens gebaut. Die neue Infrastruktur wird die Sicherheit des Seeverkehrs im Gewässer von Bol drastisch erhöhen, einen besseren Schutz der Schiffe vor widrigen Wetterbedingungen gewährleisten und die Lebensqualität der Inselbewohner sowie das Erlebnis der Besucher verbessern.
Die Arbeiten ruhen auch während der Saison nicht
Im Gegensatz zu den üblichen Baupausen in den Sommermonaten wird auf der Baustelle in Bol mit Hochdruck gearbeitet. Die Bautätigkeit schreitet sogar schneller voran als vertraglich geplant. Um den Bedürfnissen des Bau- und Tourismussektors gerecht zu werden, wurde ein Kompromiss gefunden: Während der Sommersaison finden die Arbeiten nur in einem genau festgelegten Zeitraum von 9 bis 16 Uhr statt, mit besonderen Organisations- und Methoden, die eine möglichst geringe Lärmbelästigung gewährleisten, damit Hotelgäste und Strandbesucher nicht gestört werden.
Die zweite Phase bringt einen Katamaran-Anleger
Dieses ehrgeizige Projekt der Hafenbehörde beschränkt sich nicht nur auf das neue östliche Becken. Die Pläne für die zweite Projektphase sind bereits definiert, die Bol als unverzichtbaren maritimen Knotenpunkt weiter stärken wird. Im weiteren Verlauf der Investition ist der Bau eines modernen Katamaran-Anlegers geplant, der eine schnellere und sicherere Abfertigung der Linienschiffe ermöglichen soll, sowie die Sanierung und Verlängerung des bestehenden Anlegers und der Ausbau von weiteren 50 Metern Uferlinie. Damit wird das Bild eines neuen, funktionalen und modernen Hafens vervollständigt, der den Herausforderungen des Seeverkehrs in den kommenden Jahrzehnten gewachsen sein wird.