Zahl der Erdbebenopfer in Venezuela übersteigt 6000, Zehntausende behandelt
Parlamentspräsident Jorge Rodriguez veröffentlichte die neuesten Zahlen zum Ausmaß der Katastrophe, die das Land Ende Juni traf.
Parlamentspräsident Jorge Rodriguez veröffentlichte die neuesten Zahlen zum Ausmaß der Katastrophe, die das Land Ende Juni traf.
Die Zahl der Todesopfer der verheerenden Erdbeben, die Venezuela am 24. Juni 2026 erschütterten, ist auf 6125 gestiegen, gab Jorge Rodriguez, Präsident der Nationalversammlung, am 4. August bekannt. Nach Angaben, die er laut Reuters auf Telegram teilte, wurden fast 61.000 Menschen wegen der Folgen der beiden schweren Beben in Krankenhäusern behandelt.
Zwei Erdbeben der Stärke 7,2 und 7,5 auf der Richterskala trafen das Land im Abstand von nur einer Minute und verursachten massive Zerstörungen in ganz Venezuela. Neben menschlichen Opfern entstand auch enormer Sachschaden an Gebäuden und kritischer Infrastruktur.
Nach einer von Rodriguez veröffentlichten Grafik wurden bisher erst 16,5 Prozent der durch die Erdbeben entstandenen Trümmer beseitigt. Diese Zahl verdeutlicht das Ausmaß der Zerstörung und das langsame Tempo der Aufräumarbeiten seit den Beben im Juni.
Die Informationen über die Opferzahlen stammen aus offiziellen venezolanischen Quellen. Während der Parlamentspräsident eine genaue Zahl von 6125 Toten nennt, sprechen andere Quellen von mehr als 6000 Opfern, was das Ausmaß der Tragödie bestätigt.
Venezuela steht nach den Erdbeben vor einer ernsten humanitären Lage. Zehntausende Verletzte erhalten weiterhin medizinische Hilfe, und der Wiederaufbau zerstörter Häuser und Infrastruktur steht erst am Anfang. Die Behörden haben weder Schätzungen zum gesamten Sachschaden noch zur Zahl der Obdachlosen veröffentlicht.