Während viele zur geliebten Tasse gesüßten Tees oder zu Fruchtsaft greifen und glauben, ihrem Körper etwas Gutes zu tun, warnt die Kardiologin Dr. Sirisha Vadali, dass genau diese alltäglichen Getränke stille Feinde unserer Arterien sein können. Im Gespräch mit Parade, dessen Aussagen N1 BiH übernimmt, betonte sie, dass der regelmäßige Konsum solcher Getränke langfristig zu ernsthaften kardiovaskulären Problemen führen kann.
Stiller Feind in der Tasse
Verstopfte Arterien, also Arteriosklerose, ist ein Zustand, der sich über Jahre ohne offensichtliche Symptome entwickelt und das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall erheblich erhöht. Dr. Vadali hebt besonders gesüßten Tee als problematisches Getränk hervor, da er große Mengen an zugesetztem Zucker enthalten kann.
"Mit der Zeit erhöhen diese Faktoren das Risiko für die Ansammlung von Plaque in den Arterien", erklärte die Kardiologin. Der regelmäßige Konsum solcher Getränke kann zu Gewichtszunahme, Insulinresistenz, Typ-2-Diabetes und erhöhten Triglyceriden beitragen, was zusammen einen fruchtbaren Boden für Herz-Kreislauf-Erkrankungen schafft.
Nicht nur Tee, Vorsicht auch bei anderen Getränken
Ein ähnliches Risiko stellen Energy-Drinks, aromatisierte Kaffees und zuckerreiche Fruchtsäfte dar. Dr. Vadali warnt auch vor Sportgetränken, die oft als gesunde Option wahrgenommen werden. "Ich ermutige die Menschen, die Etiketten zu lesen, denn viele Sportgetränke enthalten große Mengen an zugesetztem Zucker. Wann immer möglich, wählen Sie Getränke mit wenig oder keinem zugesetzten Zucker", riet sie.
Ein Problem, das man nicht sieht
Was Arteriosklerose besonders gefährlich macht, ist ihre Unsichtbarkeit. Plaque kann sich über Jahre in den Arterien ansammeln, ohne Symptome zu verursachen, weshalb viele sich der Gefahr nicht bewusst sind. "Leider gibt es keine einfache Möglichkeit, selbst zu beurteilen, ob Ihre Arterien gesund sind", betont Dr. Vadali. Daher empfiehlt sie regelmäßige Kontrollen von Blutdruck, Cholesterin- und Blutzuckerspiegel, insbesondere bei Personen mit zusätzlichen Risikofaktoren.
Kleine Veränderungen, große Wirkung
Als beste Wahl für die tägliche Flüssigkeitszufuhr empfiehlt Dr. Vadali einfaches Wasser, und eine gute Alternative kann auch ungesüßter Tee sein. Dennoch betont sie, dass das Vermeiden eines einzigen schädlichen Getränks nicht ausreicht, für die Erhaltung der Arteriengesundheit ist ein ganzheitlicher Ansatz entscheidend.
"Kleine, nachhaltige Gewohnheiten, die Sie konsequent umsetzen, können einen großen Einfluss auf die langfristige Gesundheit von Herz und Blutgefäßen haben", sagt die Kardiologin. Neben der Wahl gesünderer Getränke sind regelmäßige körperliche Aktivität, eine ausgewogene Ernährung, ausreichend Schlaf, Stressbewältigung und Vorsorgeuntersuchungen wichtig. "Wenn diese Gewohnheiten zusammenwirken, machen sie einen enormen Unterschied für die langfristige Gesundheit Ihres Herzens", schließt Dr. Vadali.