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Chinesisches Elektroauto vollführt unmögliches Manöver

Der Voyah Passion S absolvierte eine komplette 360-Grad-Drehung in einem Testtunnel in Wuhan, das Video wurde ohne Schnitte und Spezialeffekte veröffentlicht.

Foto: Da Na na Pexels
Kurz gesagt
  • Der Voyah Passion S absolvierte am 13. August 2026 eine 360-Grad-Tunnelschleife in Wuhan.
  • Das Auto musste mit etwa 130 km/h und einem Lenkwinkel von ungefähr 16 Grad in den Kurvenbereich des Tunnels einfahren.
  • Der Hersteller betont, dass ein Serienmodell ohne spezielle Modifikationen und ohne Spezialeffekte im Video verwendet wurde.
  • Das Manöver wurde von einem Werbespot mit Michael Schumacher im Mercedes-Benz SLS AMG vor sechzehn Jahren inspiriert.

Der chinesische Elektroautohersteller Voyah gab am 13. August 2026 bekannt, dass sein Serienmodell Passion S erfolgreich eine 360-Grad-Tunnelschleife absolviert hat, wobei das Fahrzeug zeitweise vollständig auf dem Kopf fuhr. Das Manöver wurde in einem Testtunnel in Wuhan durchgeführt, und die gesamte Aktion wurde in einer einzigen ununterbrochenen Einstellung gefilmt.

Laut Hersteller wurde das Fahrzeug keiner speziellen konstruktiven Veränderungen unterzogen, und im finalen Video wurden keine Spezialeffekte verwendet. Voyah betonte, dass ein Serien-Passion S mit voller Batterie und aktivierten Fahrerassistenzsystemen zum Einsatz kam, um zu zeigen, dass hinter der spektakulären Aufnahme ein sorgfältig durchgeführtes Testverfahren steckt, und nicht nur ein attraktiver Werbegag.

Die Physik hinter dem Manöver

Damit das Auto eine komplette Runde im Inneren des Tunnels absolvieren konnte, war es notwendig, eine ausreichende Geschwindigkeit und die richtige Fahrlinie beizubehalten. Laut technischen Analysen, die von Kurir.rs zitiert werden, musste der Passion S mit einer Geschwindigkeit von etwa 130 km/h in den Kurvenbereich einfahren, bei einem Lenkwinkel von ungefähr 16 Grad.

Als sich das Fahrzeug im oberen Teil der Kreisbahn befand, musste die Geschwindigkeit hoch genug sein, damit die Zentripetalkraft es auf der Bahn hielt. Genau dieser Teil des Manövers war der kritischste: Eine zu geringe Geschwindigkeit hätte zum Verlust des Kontakts mit der Tunneloberfläche führen können, während jeder größere Fehler in der Fahrlinie den gesamten Durchgang hätte stören können.

Der moderne Elektroantrieb bietet dabei mehrere Eigenschaften, die hilfreich sein konnten, darunter sofortiges Drehmoment, präzise Schlupfregelung und ein tief im Fahrzeugboden platziertes Batteriepaket.

Inspiration durch einen alten Werbespot

Diese Aktion hat eine klare automobile Inspiration. Sechzehn Jahre nachdem Michael Schumacher in einem Werbespot mit einem Mercedes-Benz SLS AMG durch einen Tunnel fuhr, entschied sich Voyah für einen ähnlichen Schachzug. Diesmal stand jedoch ein Elektromodell im Mittelpunkt.

Voyah machte keinen Hehl aus der Verbindung zum alten Werbespot, sondern nutzte ihn als Ausgangspunkt für die neue Aktion. Dem Unternehmen war es wichtig zu zeigen, dass sich das Auto tatsächlich durch den Tunnel bewegte, weshalb die gesamte Fahrt in einer einzigen Einstellung veröffentlicht wurde. Dieser Ansatz sollte Zweifel ausräumen, dass Spezialeffekte verwendet oder Teile des Manövers nachträglich geschnitten wurden.

Nicht alles klappte beim ersten Versuch

Hinter der erfolgreichen Aufnahme steckten auch gescheiterte Versuche. Wie CarNewsChina berichtet, war einer der ersten Versuche mit einem getarnten Prototyp, aber damals schaffte es das Auto nicht, den gesamten Tunnel zu durchfahren. Es wurde auch ein Video eines dieser Versuche gezeigt, in dem zu sehen ist, dass das Fahrzeug nicht an der Tunneldecke haften bleibt.

Dies zeigt deutlich, dass Präzision der Schlüssel zum Erfolg war. Das Auto musste die richtige Geschwindigkeit erreichen, die Fahrlinie halten und ohne plötzliche Änderungen weiterfahren, die das Gleichgewicht stören könnten. Selbst ein Eingriff des Stabilitätssystems, der die Leistung im falschen Moment reduzieren würde, hätte den gesamten Durchgang gefährden können. Daher hing der erfolgreiche Versuch nicht nur von der Geschwindigkeit ab, sondern auch von deren exakter Einhaltung.

Spektakel ohne praktischen Nutzen

Obwohl ein solches Manöver im Alltagsverkehr keinen praktischen Zweck hat, nutzte der Hersteller es, um die Kontrolle des Fahrzeugs zu demonstrieren und die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit zu gewinnen. Das Fahren auf dem Kopf durch einen Tunnel ist in erster Linie eine spektakuläre Demonstration und keine neue Funktion, die Fahrer auf ihren täglichen Fahrten erwarten sollten.

Dennoch zeigt die Tatsache, dass der Passion S die komplette Runde erfolgreich absolvierte, wie wichtig präzise Kontrolle des Elektroantriebs und moderne Fahrwerkssysteme unter extremen Bedingungen sein können. Auf diese Weise hat Voyah sein Ziel erreicht: eine Aufnahme, die man nicht ignorieren kann.

Häufige Fragen
Was genau hat der Voyah Passion S gemacht? +
Das Serien-Elektromodell Passion S absolvierte eine komplette 360-Grad-Drehung in einem Testtunnel in Wuhan, wobei es zeitweise vollständig auf dem Kopf fuhr.
Wurde das Auto für dieses Manöver speziell modifiziert? +
Nein. Laut Hersteller wurde ein Serien-Passion S mit voller Batterie und eingebauten Fahrerassistenzsystemen verwendet, ohne spezielle konstruktive Veränderungen.
Was war die Inspiration für diese Aktion? +
Die Inspiration war ein Werbespot, in dem Michael Schumacher mit einem Mercedes-Benz SLS AMG durch einen Tunnel fuhr, der sechzehn Jahre zuvor veröffentlicht wurde.
Gelang das Manöver beim ersten Versuch? +
Nein. Laut Berichten von CarNewsChina gab es auch gescheiterte Versuche, darunter einen mit einem getarnten Prototyp, der das gesamte Manöver nicht abschließen konnte.

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