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Ende der versteckten Kosten: Serbien verbietet Überraschungen

Das neue Verbraucherschutzgesetz, das seit dem 2. August in Serbien gilt, bringt strenge Regeln für Gastronomen: Die Speisekarte muss klar und vor der Bestellung zugänglich sein, und zusätzliche Kosten wie das Gedeck sind nicht mehr erlaubt.

Foto: Wikipedia (Kuber)
Kurz gesagt
  • Seit dem 2. August gelten in Serbien neue Regeln für Gastronomen gemäß dem Verbraucherschutzgesetz.
  • Die Berechnung zusätzlicher Kosten wie des Gedecks ist verboten, und die Speisekarte muss klar und vor der Bestellung zugänglich sein.
  • Alle Zusätze zu Speisen und Lieferkosten müssen im Voraus bekannt und im angezeigten Preis enthalten sein.

Seit Anfang August können Gäste von Restaurants und Cafés in Serbien aufatmen. Der Großteil der Bestimmungen des neuen Verbraucherschutzgesetzes ist in Kraft getreten, das unter anderem auch bedeutende Änderungen für Gastronomiebetriebe mit sich bringt, wie das Portal Vino & Fino berichtet.

Klare Speisekarte vor der Bestellung

Gemäß Artikel 10 des genannten Gesetzes ist jedes Restaurant, Café oder andere Gastronomiebetrieb nun verpflichtet, die Speisekarte dem Gast zugänglich zu machen, bevor dieser eine Bestellung aufgibt. Die Preise für Speisen, Getränke und Heißgetränke müssen in einem einheitlichen, endgültigen Betrag ausgewiesen werden. Das bedeutet, dass der Gast im Voraus den Gesamtpreis dessen kennen muss, was er bestellt, ohne spätere Zuschläge.

Gedeck und Tischservice sind keine zusätzlichen Posten mehr

Eine der Bestimmungen, die bei Gastronomen für die meiste Aufmerksamkeit gesorgt hat, betrifft die zusätzlichen Kosten. Das Gesetz verbietet ausdrücklich die Berechnung von Leistungen, die der Gast nicht bestellt hat, wie das oft umstrittene Gedeck, sowie jegliche zusätzliche Leistungen, die das Personal eigeninitiativ erbracht hat. Besonders genannt werden Kosten, die einen wesentlichen und untrennbaren Bestandteil der grundlegenden Gastronomieleistung darstellen, wie das Eindecken des Tisches, Besteck und Servietten.

In der Praxis bedeutet das: Wenn das Gedeck eine automatische Gebühr für bereits enthaltene Serviceelemente war, darf ein solcher Posten nicht mehr separat auf der Rechnung erscheinen. Gastronomen können natürlich weiterhin ihre Preise so gestalten, dass sie Arbeitskosten, Service, Besteck, Brot und alles andere, was ihre Leistung umfasst, einrechnen. Der entscheidende Unterschied liegt in der Transparenz: Der Gast muss den endgültigen Betrag im Voraus kennen.

Zusätze zu Speisen und Lieferung, alles muss klar sein

Ähnliche Regeln gelten auch für Zusätze zu Speisen. Das Gesetz schreibt vor, dass Zutaten und Zusätze, die nicht klar im Angebot und in der Speisekarte enthalten sind, also nicht Teil des Standardrezepts eines Gerichts sind, nicht berechnet werden dürfen. Dies ist besonders wichtig für Restaurants und Schnellrestaurants, die zu bestimmten Gerichten automatisch Saucen, Gemüse, Zitrone oder andere Beilagen servieren. Wenn diese einen eigenen Preis haben, muss dieser transparent ausgewiesen sein.

Die neuen Vorschriften betreffen auch die Lieferung von Speisen. Restaurants dürfen für Gerichte, die über Lieferdienste verkauft werden, einen anderen, höheren Preis haben, aber in diesem Preis müssen auch die Lieferkosten enthalten sein. Dies ermöglicht Gastronomen Flexibilität bei der Preisgestaltung je nach Verkaufskanal, jedoch ohne zusätzliche Kosten, die erst am Ende des Kaufprozesses auftauchen.

Häufige Fragen
Wann trat in Serbien das neue Verbraucherschutzgesetz in Kraft? +
Der Großteil der Bestimmungen, einschließlich der für Gastronomen, wurde am 2. August 2026 in Kraft gesetzt.
Was bedeutet das Verbot des 'Gedeckes' in diesem Gesetz genau? +
Es ist verboten, Leistungen zu berechnen, die der Gast nicht bestellt hat, wie eine automatische Gebühr für das Eindecken des Tisches, Besteck und Servietten. Der Gastronom kann diese Kosten weiterhin in den Grundpreis der Speisen oder Getränke einrechnen.
Dürfen Restaurants höhere Preise für Lieferungen verlangen? +
Ja, Restaurants dürfen höhere Preise für Speisen haben, die über Lieferdienste verkauft werden, aber in diesem Preis müssen bereits die Lieferkosten enthalten sein, ohne spätere Überraschungen auf der Rechnung.

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