Der Öltanker Skiros, der unter liberianischer Flagge fuhr, wurde am Montag, dem 17. August 2026, im Schwarzen Meer in der Nähe des Terminals des Kaspischen Pipeline-Konsortiums (CPC) vor der russischen Hafenstadt Noworossijsk angegriffen. Laut dem Telegram-Kanal Voenkor Kotenok handelt es sich um ein Schiff einer griechischen Reederei, und der Einschlag traf die Kommandobrücke, woraufhin an Bord des Tankers ein Feuer ausbrach.
Nach Angaben der US-Agentur Bloomberg handelt es sich um ein Schiff der Suezmax-Klasse, das eine Million Barrel Öl russischer Herkunft transportierte. Bei dem Angriff gab es keine Verletzten und keinen größeren Sachschaden, wie N1 Serbien berichtet.
Fortsetzung der Angriffe nach dreiwöchiger Waffenruhe
Bloomberg bewertet, dass der Angriff die Fortsetzung der Feindseligkeiten in der Region nach der dreiwöchigen Waffenruhe signalisiert. Obwohl die CPC hauptsächlich kasachisches Öl transportiert, das zwei Prozent des weltweiten Angebots ausmacht, war die Ziel-Ladung russischer Herkunft.
Laut der britischen Zeitung The Financial Times hat sich Kiew Anfang August 2026 auf Ersuchen des US-Vizepräsidenten JD Vance verpflichtet, keine CPC-Anlagen oder Schiffe Dritter anzugreifen, es sei denn, sie transportieren russisches Rohöl, das fünf bis zehn Prozent des Terminalumschlags ausmacht.
Sicherheit des gemeinsam genutzten Netzes
Der Angriff hat erneut Spannungen um die Sicherheit des Netzes ausgelöst, das von den US-Giganten Chevron und ExxonMobil, Russland und Kasachstan gemeinsam genutzt wird. Zusätzliche Besorgnis erregt die Tatsache, dass die CPC bereits Ende Juli 2026 eine vorübergehende Einstellung des Betriebs wegen Umweltrisiken erwogen hatte.
Obwohl es keine direkte kroatische Verbindung zu diesem Vorfall gibt, beeinflussen Angriffe auf die Energieinfrastruktur im Schwarzen Meer die globalen Energieströme und die Sicherheit der Schifffahrtswege, was sich indirekt auch auf die Energiesicherheit europäischer Länder, einschließlich Kroatien, auswirkt.