Ein Sommerausflug an die Adriaküste endete für einen Zagreber mit einer unangenehmen Überraschung, als er in einem Lokal auf der Insel Vir die Rechnung für drei einfache Getränke erhielt. Für ein isotonisches Getränk, eine Limonade und ein Bier (0,33 l) musste er insgesamt 15,50 Euro zahlen, also mehr als 100 Kuna in der alten Währung.
"Als ich den Gesamtbetrag sah, war ich überrascht", erzählte der Zagreber gegenüber Dnevno.hr. Er versuchte, die Preisstruktur vor Ort zu entschlüsseln, stieß jedoch auf ein weiteres Problem. "Ich versuchte zu berechnen, wie viel das Bier, die Limonade und das isotonische Getränk jeweils gekostet haben könnten, aber ich kam nicht dahinter", fügte er hinzu.
Ohne Rechnung und Erklärung
Wegen des großen Andrangs im Lokal fragte er den Kellner nicht sofort um Aufklärung und verließ das Lokal ohne Antwort. Auf dem Weg zur Unterkunft versuchte er selbst herauszufinden, was jedes Getränk einzeln gekostet hatte. Der Durchschnittspreis pro Produkt hätte etwas über fünf Euro betragen, doch der Zagreber vermutet, dass die Einzelpreise erheblich voneinander abwichen.
"Ich verstehe, dass Saison ist und die Gastronomen höhere Kosten haben. Trotzdem sind 15,50 Euro für Bier, Limonade und ein isotonisches Getränk kein kleiner Betrag, das sind umgerechnet über 100 Kuna. Ich hätte zumindest gerne gewusst, was was gekostet hat", sagte er.
Ausländer an erster Stelle
Neben dem Preis störte ihn noch mehr, dass er während seines Aufenthalts den Eindruck gewann, dass das Personal ausländische Touristen anders behandelte als einheimische Gäste. "Die Preise sind irre, Leute. Ich sehe, dass unsere Gastronomen ausländische Touristen mehr schätzen. Wir haben 20 Minuten auf unsere Getränke gewartet, während Ausländer sofort dran kamen", beklagte er sich.
Er fügte hinzu, dass ihm dieses Gefühl nicht fremd sei und es ihn von Jahr zu Jahr mehr störe. "In ein paar Jahren werden nicht mehr so viele ausländische Touristen zu uns kommen, weil die Preise explodiert sind, und dann werden auch wir Einheimischen gut genug sein", schloss er.