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Deutsche Kriegsschiffe und Mammutknochen: Europas Flüsse geben Geheimnisse preis

Aufgrund anhaltender Dürre und extremer Hitze sind die Wasserstände von Donau, Rhein und Loire dramatisch gesunken, wodurch versunkene Wracks aus dem Zweiten Weltkrieg, Fossilien aus der Eiszeit zum Vorschein kamen und Schiffe auf dem Trockenen liegen.

Foto: Wikipedia (Loire)
Kurz gesagt
  • Aufgrund von Dürre und Hitze haben Donau, Rhein und Loire dramatisch niedrige Wasserstände.
  • An der Donau sind Wracks deutscher Kriegsschiffe aus dem Zweiten Weltkrieg und Knochen eines alten Mammuts aufgetaucht.
  • In Deutschland sind Fischerboote am Rhein gestrandet, und in Frankreich baden Menschen im Bett der Loire.
  • Die rumänische Marine setzt Sprengstoff ein, um Hindernisse zu beseitigen und die Schifffahrt auf der Donau zu verbessern.

Flüsse in ganz Europa, von der Donau über den Rhein bis zur Loire, haben in diesem Sommer alarmierend niedrige Wasserstände erreicht. Dies ist eine Folge der anhaltenden Dürre und der extremen Hitze, die den Kontinent heimgesucht haben und surreale Szenen hervorgebracht haben: Aus dem Wasser tauchen Skelette der Geschichte und Überreste längst verschwundener Kreaturen auf.

Gespenstische Kriegsrelikte an der Donau

An der Donau, dem zweitlängsten Fluss Europas, hat der Rückzug des Wassers Dutzende Rümpfe deutscher Kriegsschiffe freigelegt, die während des Zweiten Weltkriegs versenkt wurden. Ein Foto, aufgenommen am 4. August 2026 in Serbien von Darko Vojinović von der AP, zeigt einen Mann, der über eine Sandbank direkt neben einem rostigen Wrack läuft. Am selben Tag blieben in der Nähe von Apatin in Serbien Boote im Yachthafen auf dem trockenen Boden gestrandet, festgehalten von Fotograf Nenad Mihajlović von AFP.

Mammut aus der Eiszeit und Sprengstoff für die Schifffahrt

Der sinkende Wasserstand hat nicht nur Kriegsnarben offenbart. Wissenschaftler des Regionalen Geschichtsmuseums in Rousse untersuchten am 30. Juli 2026 die Überreste eines alten Mammuts, dessen Knochen am Ufer der Donau in der Nähe des Dorfes Ryahovo, südlich von Bukarest, aufgetaucht waren. Auf der anderen Seite kämpft in Rumänien auch das Militär gegen die Folgen der Dürre. Die rumänische Marine führte am 3. August 2026 eine kontrollierte Sprengung versunkener Felsen bei Izvoarele durch, wobei Unterwassersprengstoffe eingesetzt wurden, um den Wasserfluss zu verbessern.

Frösche in Pfützen und gestrandete Fischer

Szenen, die das ökologische Drama veranschaulichen, wurden entlang des gesamten Verlaufs der Donau festgehalten. Fotografin Andreea Alexandru von AP nahm am 3. August 2026 einen Frosch auf, der in einer Pfütze in einem Gebiet schwamm, das normalerweise vollständig überflutet ist, in der Nähe von Rasova in Rumänien. Auch Westeuropa bleibt nicht verschont. In Deutschland, am Rhein, zeigt ein Foto von Ina Fassbender von AFP vom 30. Juli 2026 ein ehemaliges Aalfischerboot, bedeckt mit getrocknetem Schlamm, das bei Niedrigwasser in der Nähe von Neuss gestrandet ist.

Frankreich: Das Bett der Loire wird zum Strand

In Zentralfrankreich ist die Loire so stark ausgetrocknet, dass ihr Bett zu einem Erholungsort geworden ist. Fotos von Alain Jocard von AFP, aufgenommen am 22. Juli 2026, zeigen Besucher, die im teilweise trockenen Flussbett in Orléans baden und auf dem Sand sitzen, während aus dem rissigen Boden in der Nähe von Chécy eine Pflanze sprießt. Diese Szenen veranschaulichen eindringlich das Ausmaß der Dürre, die weite Teile Europas getroffen hat und deren Folgen auch in den gemeinsamen Flusssystemen spürbar sind.

Häufige Fragen
Was wurde an der Donau aufgrund der Dürre genau entdeckt? +
Der niedrige Wasserstand legte Wracks deutscher Kriegsschiffe aus dem Zweiten Weltkrieg in Serbien und Überreste eines alten Mammuts in Rumänien frei.
Welche europäischen Flüsse sind am stärksten von der Dürre betroffen? +
Der Artikel hebt kritisch niedrige Wasserstände an der Donau (Serbien, Rumänien), am Rhein (Deutschland) und an der Loire (Frankreich) hervor.
Wie bekämpfen die Behörden die Folgen des niedrigen Wasserstands? +
Die rumänische Marine sprengte Anfang August 2026 Unterwassersprengstoffe, um versunkene Felsen zu beseitigen und den Wasserfluss an der Donau zu verbessern.
Betrifft diese Dürre auch Kroatien? +
Obwohl sich der Artikel nicht direkt auf Kroatien konzentriert, betrifft das Thema ganz Europa, und die Auswirkungen können über gemeinsame Flusssysteme und Klimamuster spürbar sein.

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