Neues Mautsystem für 160,5 Millionen Euro startet im März 2027
Kroatische Autobahnen stellen ab 1. März 2027 auf elektronische Maut ohne Anhalten um, mit 208 Portalen und zwei Zahlungsmodellen für Fahrer.
Kroatische Autobahnen stellen ab 1. März 2027 auf elektronische Maut ohne Anhalten um, mit 208 Portalen und zwei Zahlungsmodellen für Fahrer.
Auf der Regierungssitzung am 31. Juli 2026 wurde das neue elektronische Mautsystem vorgestellt, das am 1. März 2027 alle bestehenden Mautstellen auf den Autobahnen der Hrvatske autoceste, der Autocesta Zagreb, Macelj und der BINA Istra ersetzen wird. Der Gesamtwert des Projekts beträgt 160,5 Millionen Euro, wovon der größte Teil, 115,6 Millionen Euro, durch nicht rückzahlbare Mittel der Europäischen Union aus dem Nationalen Aufbau- und Resilienzplan gedeckt wird.
Die restlichen 44,9 Millionen Euro wird die Hrvatske autoceste als Projektträger bereitstellen. Davon entfallen 29,3 Millionen Euro auf die Mehrwertsteuer, während 15,6 Millionen Euro für Betriebskosten, Wartung und andere nicht aus dem Aufbau- und Resilienzplan förderfähige Posten vorgesehen sind. Die Regierung hat außerdem dem Ministerium für Meer, Verkehr und Infrastruktur die Zustimmung zur Übernahme von Verpflichtungen im Staatshaushalt für 2027 in Höhe von 74,6 Millionen Euro erteilt.
Bis zur Einführung des Systems werden die Mautstellen schrittweise entfernt, und auf den Autobahnen werden 208 Mautportale und 140 Spuren zur schnellen Fahrzeugregistrierung installiert. Die Portale erkennen Kennzeichen automatisch bei Geschwindigkeiten von über 200 km/h. Wie NacionalnoPlus berichtet, können Fahrer von Pkw zwischen einem Prepaid-Modell mit Registrierung des Kennzeichens und Verknüpfung mit einer Bankkarte oder der Nutzung eines ENC-Geräts wählen. Für Lkw ist ENC verpflichtend.
Die Kontrolle der Mautzahlung übernehmen mobile Einheiten, mehr als 70 speziell ausgerüstete Fahrzeuge, die in direkter Verbindung mit den Überwachungszentralen prüfen, ob die Maut entrichtet wurde.
Das Projekt ist eines der größten Verkehrsvorhaben des letzten Jahrzehnts und soll nach Angaben der Regierung Stopps reduzieren, den Verkehrsfluss beschleunigen und kilometerlange Staus beseitigen, insbesondere während der Tourismussaison. Das Ministerium hat am 17. Juni den Aufruf zur Vergabe von Zuschüssen veröffentlicht. Nach Prüfung des Projektantrags folgen die endgültige Finanzierungsentscheidung und die Unterzeichnung des Vertrags mit der Hrvatske autoceste.
Der wahre Erfolg werde, so Quellen von Narodno.hr, erst sichtbar sein, wenn das System die Staus tatsächlich beseitigt, keine zusätzlichen Kosten für die Fahrer verursacht und vor Beginn der Hauptreisesaison 2027 vollständig einsatzbereit ist.