Acht Stunden im Bett sind keine Garantie für Erholung
Häufiges nächtliches Aufwachen, unruhiger Schlaf und Atemstörungen können die natürlichen Schlafzyklen unterbrechen, auch wenn man sich morgens nicht daran erinnert.
Häufiges nächtliches Aufwachen, unruhiger Schlaf und Atemstörungen können die natürlichen Schlafzyklen unterbrechen, auch wenn man sich morgens nicht daran erinnert.
Acht Stunden im Bett garantieren nicht automatisch acht Stunden guten Schlaf. Häufiges Aufwachen, unruhiger Schlaf oder Atemprobleme können die natürlichen Schlafphasen stören, auch wenn man sich morgens nicht an diese Störungen erinnert. Daher kann man sich erschöpft fühlen, obwohl man scheinbar genug geschlafen hat, wie das Portal Lika Online berichtet.
Die meisten Erwachsenen benötigen mindestens sieben Stunden qualitativ guten Schlaf, doch die Bedürfnisse variieren von Person zu Person. Wichtig sind auch die Ununterbrochenheit des Schlafs, die Regelmäßigkeit und die Tageszeit, zu der man schläft. Das US-amerikanische National Heart, Lung, and Blood Institute (NHLBI) warnt, dass schlechter Schlaf zu morgendlicher Müdigkeit, Tagesschläfrigkeit sowie Problemen mit Konzentration und Reaktionsfähigkeit führen kann.
Ein möglicher Grund ist Schlaflosigkeit. Manche Menschen können leicht einschlafen, wachen aber nachts häufig auf oder schlafen sehr oberflächlich. Unregelmäßige Schlafenszeiten, Nachtarbeit und große Unterschiede in der Schlafenszeit zwischen Werktagen und Wochenende können ebenfalls die innere biologische Uhr durcheinanderbringen.
Besonders auf lautes Schnarchen, Atemaussetzer, Erstickungsgefühle im Schlaf, morgendliche Kopfschmerzen und starke Tagesschläfrigkeit sollte man achten. Diese Symptome können auf Schlafapnoe hindeuten. Das NHLBI sagt, dass Menschen nächtliche Atemaussetzer oft erst bemerken, wenn ihr Partner sie darauf hinweist.
Die Schlafqualität kann durch Alkohol, späte schwere Mahlzeiten, Koffein am Nachmittag, Nikotin, Bildschirmlicht und ein zu warmes oder lautes Schlafzimmer beeinträchtigt werden. Alkohol kann zwar beim schnelleren Einschlafen helfen, stört aber später in der Nacht die Schlafkontinuität.
Müdigkeit muss nicht immer nur mit Schlaf zusammenhängen. Sie kann die Folge von Stress, Depressionen, einer kürzlichen Erkrankung oder der Einnahme bestimmter Medikamente sein. Manchmal tritt sie zusammen mit Anämie, Schilddrüsenproblemen, Diabetes oder anderen gesundheitlichen Beschwerden auf. Der britische Gesundheitsdienst (NHS) rät, anhaltende Müdigkeit nicht selbst zu diagnostizieren, insbesondere wenn weitere Symptome vorliegen.
Versuchen Sie, mehrere Wochen lang ungefähr zur gleichen Zeit ins Bett zu gehen und aufzustehen. Das Schlafzimmer sollte kühl, dunkel und ruhig sein, und vor dem Schlafengehen sollten Sie Alkohol, schwere Mahlzeiten, Koffein und Bildschirmnutzung reduzieren. Es ist hilfreich, Notizen zu Schlafenszeiten, nächtlichem Aufwachen, Medikamenten, Koffein und der Tagesenergie zu führen.
Wenn die Müdigkeit länger als ein paar Wochen anhält, stärker wird oder den Alltag beeinträchtigt, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Suchen Sie insbesondere dann Hilfe, wenn die Müdigkeit mit unerklärlichem Gewichtsverlust, Atembeschwerden, Herzrasen, starken Stimmungsschwankungen oder Atemaussetzern im Schlaf einhergeht. Wenn Sie so schläfrig sind, dass Sie am Steuer einschlafen könnten, setzen Sie sich nicht ans Steuer.