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Acht Stunden im Bett sind keine Garantie für Erholung

Häufiges nächtliches Aufwachen, unruhiger Schlaf und Atemstörungen können die natürlichen Schlafzyklen unterbrechen, auch wenn man sich morgens nicht daran erinnert.

Foto: Wikipedia (Sanjanje)
Kurz gesagt
  • Acht Stunden im Bett garantieren keine acht Stunden qualitativ guten Schlaf, da nächtliches Aufwachen und Atemstörungen möglich sind.
  • Die meisten Erwachsenen benötigen mindestens sieben Stunden qualitativ guten Schlaf, und das NHLBI warnt vor den Folgen von Schlafmangel.
  • Lautes Schnarchen, Atemaussetzer und morgendliche Kopfschmerzen können Anzeichen für Schlafapnoe sein.
  • Wenn die Müdigkeit wochenlang anhält oder von anderen Symptomen begleitet wird, empfiehlt der NHS, mit einem Arzt zu sprechen.

Acht Stunden im Bett garantieren nicht automatisch acht Stunden guten Schlaf. Häufiges Aufwachen, unruhiger Schlaf oder Atemprobleme können die natürlichen Schlafphasen stören, auch wenn man sich morgens nicht an diese Störungen erinnert. Daher kann man sich erschöpft fühlen, obwohl man scheinbar genug geschlafen hat, wie das Portal Lika Online berichtet.

Wie viel Schlaf ist eigentlich nötig?

Die meisten Erwachsenen benötigen mindestens sieben Stunden qualitativ guten Schlaf, doch die Bedürfnisse variieren von Person zu Person. Wichtig sind auch die Ununterbrochenheit des Schlafs, die Regelmäßigkeit und die Tageszeit, zu der man schläft. Das US-amerikanische National Heart, Lung, and Blood Institute (NHLBI) warnt, dass schlechter Schlaf zu morgendlicher Müdigkeit, Tagesschläfrigkeit sowie Problemen mit Konzentration und Reaktionsfähigkeit führen kann.

Schlaflosigkeit und gestörte innere Uhr

Ein möglicher Grund ist Schlaflosigkeit. Manche Menschen können leicht einschlafen, wachen aber nachts häufig auf oder schlafen sehr oberflächlich. Unregelmäßige Schlafenszeiten, Nachtarbeit und große Unterschiede in der Schlafenszeit zwischen Werktagen und Wochenende können ebenfalls die innere biologische Uhr durcheinanderbringen.

Besonders auf lautes Schnarchen, Atemaussetzer, Erstickungsgefühle im Schlaf, morgendliche Kopfschmerzen und starke Tagesschläfrigkeit sollte man achten. Diese Symptome können auf Schlafapnoe hindeuten. Das NHLBI sagt, dass Menschen nächtliche Atemaussetzer oft erst bemerken, wenn ihr Partner sie darauf hinweist.

Was die Schlafqualität beeinflusst

Die Schlafqualität kann durch Alkohol, späte schwere Mahlzeiten, Koffein am Nachmittag, Nikotin, Bildschirmlicht und ein zu warmes oder lautes Schlafzimmer beeinträchtigt werden. Alkohol kann zwar beim schnelleren Einschlafen helfen, stört aber später in der Nacht die Schlafkontinuität.

Müdigkeit muss nicht immer nur mit Schlaf zusammenhängen. Sie kann die Folge von Stress, Depressionen, einer kürzlichen Erkrankung oder der Einnahme bestimmter Medikamente sein. Manchmal tritt sie zusammen mit Anämie, Schilddrüsenproblemen, Diabetes oder anderen gesundheitlichen Beschwerden auf. Der britische Gesundheitsdienst (NHS) rät, anhaltende Müdigkeit nicht selbst zu diagnostizieren, insbesondere wenn weitere Symptome vorliegen.

Tipps für besseren Schlaf und wann man Hilfe suchen sollte

Versuchen Sie, mehrere Wochen lang ungefähr zur gleichen Zeit ins Bett zu gehen und aufzustehen. Das Schlafzimmer sollte kühl, dunkel und ruhig sein, und vor dem Schlafengehen sollten Sie Alkohol, schwere Mahlzeiten, Koffein und Bildschirmnutzung reduzieren. Es ist hilfreich, Notizen zu Schlafenszeiten, nächtlichem Aufwachen, Medikamenten, Koffein und der Tagesenergie zu führen.

Wenn die Müdigkeit länger als ein paar Wochen anhält, stärker wird oder den Alltag beeinträchtigt, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Suchen Sie insbesondere dann Hilfe, wenn die Müdigkeit mit unerklärlichem Gewichtsverlust, Atembeschwerden, Herzrasen, starken Stimmungsschwankungen oder Atemaussetzern im Schlaf einhergeht. Wenn Sie so schläfrig sind, dass Sie am Steuer einschlafen könnten, setzen Sie sich nicht ans Steuer.

Häufige Fragen
Warum wache ich auch nach acht Stunden Schlaf müde auf? +
Acht Stunden im Bett bedeuten nicht unbedingt acht Stunden qualitativ guten Schlaf. Häufiges Aufwachen, unruhiger Schlaf oder Atemstörungen können die natürlichen Schlafzyklen unterbrechen, auch wenn man sich morgens nicht daran erinnert.
Wie viel qualitativ guten Schlaf benötigen die meisten Erwachsenen? +
Die meisten Erwachsenen benötigen mindestens sieben Stunden qualitativ guten Schlaf, aber der individuelle Bedarf ist unterschiedlich.
Welche Warnzeichen deuten darauf hin, dass etwas mit dem Schlaf nicht stimmt? +
Lautes Schnarchen, Atemaussetzer, Erstickungsgefühle im Schlaf, morgendliche Kopfschmerzen und ausgeprägte Tagesschläfrigkeit können Anzeichen für Schlafapnoe sein.
Wann sollte man wegen Müdigkeit einen Arzt aufsuchen? +
Wenn die Müdigkeit mehrere Wochen anhält, sich verschlimmert oder den Alltag beeinträchtigt, insbesondere wenn sie mit unerklärlichem Gewichtsverlust, Atemnot, Herzrasen oder Atemaussetzern im Schlaf einhergeht.

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