Paprika wird in fünf Jahren fast 100 Prozent teurer
Der Beginn der Saison für die Vorbereitung von Wintervorräten bringt Rekordpreise bei Gemüse, und die Bürger sagen immer lauter, dass sich das eigene Einlegen nicht mehr lohnt.
Der Beginn der Saison für die Vorbereitung von Wintervorräten bringt Rekordpreise bei Gemüse, und die Bürger sagen immer lauter, dass sich das eigene Einlegen nicht mehr lohnt.
Der Anfang August markiert traditionell den Beginn der Saison für die Vorbereitung von Wintervorräten, doch in diesem Jahr sehen sich die kroatischen Bürger mit Gemüsepreisen konfrontiert, die sie bisher nicht kannten. Laut einer Untersuchung des Dnevnik Nove TV ist der wichtigste Zutat für das Einlegen, die Paprika, in den letzten fünf Jahren um fast 100 Prozent teurer geworden, was heftige Reaktionen bei den Verbrauchern ausgelöst hat.
Die hohen Sommertemperaturen haben die Erträge zusätzlich reduziert und üben Druck auf die ohnehin hohen Preise auf den Märkten und in den Handelsketten aus. Dies ist eine Folge, die sich direkt auf die Haushaltsbudgets auswirkt und viele dazu zwingt, die Rentabilität der jahrelangen Tradition zu überdenken.
Die Reaktionen der Bürger lassen keinen Raum für Zweifel. Während in den Vorjahren die Keller und Speisekammern voller Gläser mit eingelegten Paprikas, Gurken und gemischten Salaten waren, verzichten viele in dieser Saison auf dieses Vorhaben. "Wintervorräte lohnen sich für uns nicht mehr", ist die gemeinsame Botschaft, die der Dnevnik Nove TV bei den Verbrauchern aufgezeichnet hat.
Die Rechnung ist einfach: Wenn ein Kilogramm des Grundgemüses einen Preis erreicht, der doppelt so hoch ist wie vor fünf Jahren, und dazu die Kosten für Gläser, Essig, Gewürze und Energie zum Kochen kommen, wird der eigene Wintervorrat zum Luxus und nicht zur Ersparnis.
Neben dem langfristigen Preisanstieg auf dem Markt haben auch die Wetterbedingungen das Problem verkompliziert. Die diesjährigen extremen Hitzewellen haben sich negativ auf die Gemüseernte ausgewirkt, was die Preise im Vergleich zur letzten Saison zusätzlich erhöht hat. Das geringere Angebot auf dem heimischen Markt bedeutet, dass selbst diejenigen, die bereit sind, mehr zu zahlen, nicht immer ausreichende Mengen an qualitativ hochwertigem Gemüse für die Zubereitung finden.
Der Dnevnik Nove TV hat die Lage vor Ort überprüft, und ihre Untersuchung zeigt, dass die Gläser in diesem Jahr teurer sein werden als je zuvor, was die Frage aufwirft, ob sich der durchschnittliche Haushalt diese Form der Lebensmittelzubereitung für den Winter überhaupt leisten kann.