Putin könnte die NATO bis 2029 testen
Die Einschätzung hat sich aufgrund des Drucks auf Putin, in der Ukraine einen Sieg zu erringen, verschärft, und die Szenarien reichen von einem Cyberangriff bis zu einer begrenzten Bodenintervention.
Die Einschätzung hat sich aufgrund des Drucks auf Putin, in der Ukraine einen Sieg zu erringen, verschärft, und die Szenarien reichen von einem Cyberangriff bis zu einer begrenzten Bodenintervention.
Die US-Geheimdienste haben Besorgnis darüber geäußert, dass der russische Präsident Wladimir Putin in den kommenden Jahren versuchen könnte, die Entschlossenheit des NATO-Bündnisses durch einen begrenzten Angriff auf ein Mitgliedsland zu testen. Diese Einschätzung, die am Donnerstag, dem 6. August 2026, vom Wall Street Journal veröffentlicht wurde, stützen US-Beamte auf die veränderte Dynamik des Krieges in der Ukraine und die Tatsache, dass sich die US-Armee einem Mangel an Raketen gegenübersieht, wie mehrere US-Medien berichten.
Laut dem Bericht der Geheimdienste, den das Wall Street Journal zitiert, "könnte Wladimir Putin versuchen, die Entschlossenheit der NATO durch einen begrenzten Angriff auf ein verbündetes Land in den kommenden Jahren zu testen". Als potenzieller Zeitrahmen für eine solche Aktion wird der Zeitraum von diesem Herbst bis 2029 genannt.
Es werden mehrere Szenarien in Betracht gezogen, die von einem Cyberangriff bis zu einer Bodenintervention kleineren Ausmaßes reichen. Obwohl die Wahrscheinlichkeit eines begrenzten Bodenangriffs als gering eingeschätzt wird, betont das Wall Street Journal, dass sie "mit der Zeit steigt".
Zuvor hatten die Vereinigten Staaten eingeschätzt, dass Putin während des Krieges in der Ukraine kein NATO-Mitglied provozieren würde. Diese Einschätzung hat sich jedoch geändert. "Diese Einschätzung hat sich Anfang dieses Jahres geändert", sagten US-Beamte dem Wall Street Journal, "weil Putin in der Ukraine in die Enge getrieben ist und innerem Druck ausgesetzt ist, einen Sieg zu erringen."
Das Wall Street Journal erinnert daran, dass ein solcher Schritt immer als äußerst unwahrscheinlich galt, gerade weil er Artikel 5 des Nordatlantikvertrags aktivieren würde. Dieser Artikel verpflichtet alle Mitglieder zur kollektiven Verteidigung, was bedeutet, dass ein Angriff auf ein Bündnisland als Angriff auf alle verstanden würde.
In der Zwischenzeit setzen die NATO-Streitkräfte ihre regulären Aktivitäten fort. Am Samstag, dem 8. August 2026, haben sich die NATO-Minensuchkräfte mit dem Deutschen Zentrum für Seenotrettung (German Maritime Rescue Coordination Centre) zu einer gemeinsamen Such- und Rettungsübung zusammengeschlossen, mit dem Ziel, die Fähigkeiten zur schnellen Reaktion zu verbessern und die Einsatzbereitschaft auf See zu gewährleisten.