Wie die Tageszeitung Jutarnji list berichtet, hat die Stadt Zagreb eine Ausschreibung für die außerordentliche Instandhaltung der Fußgängerzone im Korridor der Silvio-Strahimir-Kranjčević-Straße gestartet, mit einem geschätzten Wert von 300.000 Euro. Die Maßnahme umfasst eine Länge von etwa 152 Metern entlang des südlichen Randes des Stadions, und der Vertrag soll für einen Zeitraum von zwei Monaten nach Übergabe der Baustelle an den Auftragnehmer unterzeichnet werden.
Fußgängerzone statt Parkplätze
Die sichtbarste Veränderung wird die Abschaffung der bestehenden senkrechten Autoparkplätze entlang der Maßnahme sein. An dieser Stelle wird eine deutlich geräumigere Fußgängerzone eingerichtet. Die Breite des Korridors wird zwischen 8,45 und 9,82 Metern variieren, während der mittlere Bereich, vier Meter breit, für Fußgänger reserviert sein wird.
Auf beiden Seiten des Korridors sind Fahrradabstellplätze geplant, jeweils zwei Meter breit, was insgesamt 304 Stellplätze ergibt. Vorgesehen sind Bügelhalterungen vom Typ "Klammer", und die endgültige Oberfläche wird aus Betonpflastersteinen im Format 120 mal 40 Zentimeter in zwei Grautönen hergestellt.
Grünflächen, Barrierefreiheit und Entwässerung
Das Projekt sieht auch den Erhalt des vorhandenen Großbaumbestands vor. Um die Bäume werden grüne Inseln mit den Maßen 120 mal 120 Zentimeter angelegt, und an den Fußgängerüberwegen werden Rampen für Menschen mit eingeschränkter Mobilität installiert, mit abgesenkten Bordsteinen und entsprechenden Neigungen.
Diese Maßnahme ist nicht nur eine Erneuerung der Gehwegfläche. Aufgrund der Entfernung des senkrechten Parkens ändert sich auch der Rand der nördlichen Fahrbahn der Kranjčevićeva, daher werden neue Straßenborde und Einläufe gesetzt. Im Rahmen des Projekts wird ein besonderer Schwerpunkt auf das Regenwasserentwässerungssystem gelegt: Angesichts der geringen Längsneigungen der geplanten Verkehrsfläche wurden drei lineare Kanäle mit einer Gesamtlänge von etwa 76 Metern konzipiert, und die alten Einläufe werden durch neue Einheiten ersetzt, die entlang des neuen Straßenrandes installiert werden. Das Projekt umfasst insgesamt 11 neue Einläufe.
Verbindung zur Stadionsanierung
Obwohl der Wert nicht mit der Sanierung des Stadions selbst vergleichbar ist, ist die Ausschreibung gerade wegen der Verbindung zu diesem Projekt interessant. Das Ausführungsprojekt der Fußgängerzone ist auf das Sanierungsprojekt der Kranjčevićeva abgestimmt, und die zukünftige Fußgängerfläche soll mit dem Vorplatz eine einheitliche Einheit bilden. Als Begründung für diese Maßnahme führen die Planer auch den erwarteten Anstieg der Fußgängerzahlen nach der Sanierung des Stadions an.
Auf diese Weise wird ein weiteres Segment der Infrastruktur vervollständigt, das für das normale Funktionieren des neuen Stadions in der Kranjčevićeva-Straße notwendig ist. Der Abschluss dieser Arbeiten ist auch für das Gesamtbild der Zagreber Stadien von großer Bedeutung: Wenn die Vereine von Maksimir auf die Kranjčevićeva umziehen, eröffnet sich die Möglichkeit für den Beginn der Arbeiten am neuen Stadion in der Maksimirska 128. Obwohl diese Ausschreibung keine offizielle Voraussetzung für den Beginn der Arbeiten in Maksimir ist, ist sie Teil der Umfeldgestaltung des Stadions, die in diesem Prozess von entscheidender Bedeutung ist.
Strenge Fristen und besondere Bedingungen
Da das Projekt des Abrisses des alten und des Baus des neuen Stadions in Maksimir von der Dynamik der Arbeiten an der Kranjčevićeva abhängt, wurden auch strenge Fristen gesetzt. Für die gesamten Arbeiten ist eine Frist von zwei Monaten vorgesehen, und der ausgewählte Auftragnehmer ist verpflichtet, innerhalb von fünf Tagen nach der Einweisung in die Baustelle einen detaillierten Ausführungsplan vorzulegen, einschließlich einer Liste der Arbeiter, Teams und Maschinen. Sollte während der Ausführung eine Abweichung vom Plan festgestellt werden, hat der Auftragnehmer 15 Tage Zeit, das Versäumte nachzuholen.
Die Arbeiten werden zusätzlich durch die Vielzahl bestehender und geplanter Leitungen erschwert, die sich im Bereich der Kranjčevićeva-Straße befinden. Für Arbeiten in der Nähe von Gasleitungen gelten besondere Regeln: In bestimmten Abschnitten ist maschinelles Graben verboten, daher muss von Hand gearbeitet werden, in Anwesenheit eines Vertreters des Verteilers. Im Bereich der Maßnahme befindet sich auch ein Fernwärmenetz, und im Projekt ist auch die elektrische Infrastruktur verzeichnet, die während der Arbeiten angemessen geschützt werden muss.