Fettleber kommt nicht vom Speck
Arzt Dr. Predrag Nenadić hat einen der am weitesten verbreiteten Ernährungsmythen entlarvt: Für die Fettansammlung in der Leber sind nicht Fette verantwortlich, sondern Zucker und raffinierte Kohlenhydrate.
Arzt Dr. Predrag Nenadić hat einen der am weitesten verbreiteten Ernährungsmythen entlarvt: Für die Fettansammlung in der Leber sind nicht Fette verantwortlich, sondern Zucker und raffinierte Kohlenhydrate.
Die nichtalkoholische Fettlebererkrankung betrifft heute immer mehr Menschen, doch die gängige Meinung über ihren Hauptverursacher ist völlig falsch. Laut Dr. Predrag Nenadić, einem Arzt, der sich mit dieser Problematik beschäftigt, verbirgt sich die wahre Ursache in alltäglichen Lebensmitteln, die wir auf den ersten Blick nicht als gefährlich betrachten. Die Leber, das Organ, das für die Verarbeitung von Nährstoffen und die Beseitigung von Giftstoffen zuständig ist, wird zum Opfer dessen, was die meisten von uns ohne nachzudenken konsumieren.
Dr. Nenadić betont, dass sich Fett in der Leber in der Regel nicht aufgrund von fettigem Essen ansammelt, sondern aufgrund übermäßigen Zuckerkonsums und verarbeiteter Kohlenhydrate.
"Einer der größten Irrtümer ist, dass fettiges Essen eine Fettleber verursacht. In Wirklichkeit wandelt die Leber überschüssigen Zucker in Fettgewebe um und speichert es in ihren Zellen",erklärte er gegenüber Story.hr.
Besonders gefährlich ist Fruktose, die aus industriell verarbeiteten Lebensmitteln stammt. Sie versteckt sich in Limonaden, Süßigkeiten, Backwaren und sogenannten Fruchtgetränken, die mit Glukose-Fruktose-Sirup angereichert sind. Genau diese Zuckerart, so der Arzt, erhöht den Triglyceridspiegel stark und fördert die Ansammlung von Fettdepots in den Leberzellen.
Viele Verbraucher betrachten Fruchtsäfte als ausgezeichnete Wahl für die Gesundheit, aber industriell hergestellte Varianten sind oft voller zugesetztem Zucker. Obwohl sie vom Marketing als natürlich dargestellt werden, sind viele dieser Produkte tatsächlich eine konzentrierte Fruktosequelle. Diese belastet die Leber zusätzlich und stört ihre normalen Funktionen, warnen Experten. Wenn die Leber nicht mit voller Kapazität arbeitet, fällt es dem Körper schwerer, schädliche Substanzen loszuwerden, was sich auf das Energieniveau, den Stoffwechsel, aber auch auf das Aussehen von Haut, Haaren und Nägeln auswirken kann.
Entgegen der weit verbreiteten Annahme gibt es Fette, die der Leber tatsächlich helfen. Dr. Nenadić hebt einige Arten hervor, die dem Körper von Nutzen sein können:
Der Arzt betont besonders die Rolle von Cholin, auch Vitamin B4 genannt, das am Fettstoffwechsel beteiligt ist und dem Körper hilft, Cholesterin besser zu verteilen.
Neben gesunden Fetten sind für die normale Leberfunktion auch eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr und Ballaststoffe entscheidend. Auf der Liste der empfohlenen Lebensmittel stehen:
Diese Lebensmittel können die natürlichen Entgiftungsprozesse unterstützen und die Verdauung verbessern, wodurch die Leber direkt bei ihren täglichen Aufgaben entlastet wird.
Bei der nichtalkoholischen Fettleber ist die Änderung der Ernährungsgewohnheiten am wichtigsten. Die Reduzierung des Konsums von industriell verarbeiteten Lebensmitteln, Limonaden, Süßigkeiten und allem, was zugesetzten Zucker enthält, sollte Priorität haben. Gleichzeitig wird empfohlen, den Speiseplan auf frische, vollwertige Lebensmittel zu stützen, ausreichend Wasser zu trinken und sich regelmäßig zu bewegen. Obwohl sich dieser Zustand oft ohne klare Symptome entwickelt, kann durch die Annahme gesünderer Gewohnheiten das Risiko eines weiteren Fortschreitens der Krankheit erheblich reduziert und die Gesundheit dieses lebenswichtigen Organs erhalten werden.