Der August ist in Sinj traditionell die Zeit großer Menschenmengen, Wallfahrten und der Alka, doch in diesem Sommer scheinen die Gastronomen beschlossen zu haben, den Ansturm der Gäste maximal auszunutzen. In die Kritik geriet ein Preis, der selbst hartgesottene Kenner sommerlicher Preiserhöhungen schockierte: Auf dem Markt von Sinj muss man für einen Kaffee und einen Saft satte 8 Euro zahlen.
Die Information wurde der Redaktion der Slobodna Dalmacija von einem Leser gemeldet, der ein Foto der Rechnung schickte. Die Bestellung war völlig einfach, und der Betrag auf der Rechnung ließ viele fragen, ob es sich um einen Scherz oder einen ernsthaften Schlag auf die Haushaltskassen handelt. Zum Vergleich: Vor der Einführung des Euro hätte dieselbe Rechnung einst 60 Kuna betragen.
Gier von der Küste erreicht das Cetina-Gebiet
Während man an der Adriaküste solche Preise seit Jahren mit hohen Mieten und der Zahlungsfähigkeit ausländischer Touristen zu rechtfertigen versucht, ziehen solche Erklärungen im Herzen des dalmatinischen Hinterlandes einfach nicht. Eine Region, die einst ein Synonym für Erschwinglichkeit und einheimische Gastfreundschaft war, wo die Preise fast symbolisch waren, ist nun Schauplatz dessen, was als Profitgier beschrieben wird.
Die Terrassen der Gastronomiebetriebe im Stadtzentrum werden während der Feiertage zu Mariä Himmelfahrt und der Alka langsam zu den begehrtesten Quadratmetern, aber es stellt sich die Frage, wie die lokalen Gastronomen die Tatsache rechtfertigen wollen, dass sie aus einem einfachen Kaffee und einem Saft einen Luxus gemacht haben, den sich der Durchschnittsmensch immer schwerer leisten kann. Die Kommentare der Einheimischen lassen wenig Raum für Zweifel: Viele sind der Meinung, dass es sich um reine Ausnutzung der Gelegenheit handelt, mit der einzigen Regel: "Nutze den Ansturm und schinde, solange es dauert".